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Umland Invasion des Borkenkäfers im Sachsenforst
Region Umland Invasion des Borkenkäfers im Sachsenforst
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17:48 25.07.2019
Sachsenforst meldet massiven Borkenkäfer-Schäden. Quelle: dpa
Dresden

Die neue Dürrephase lässt Sachsens Forstleute aufstöhnen: Nachdem nach den schweren Stürmen des Frühjahres auch der Hitzesommer 2018 die Wälder des Freistaats schon massiv geschädigt hat, bläst nun der Borkenkäfer zum Angriff. „Borkenkäfer in einer nie dagewesenen Anzahl fressen unter der Rinde der Bäume und bringen ganze Waldgebiete in Gefahr“, heißt es am Donnerstag in einer Mitteilung von Sachsenforst.

Wassermangel und Käferinvasion würden nun die Prioritätenliste neu ordnen, erklärt Landesforstpräsident Utz Hempfling: „So schwer es uns auch fällt, müssen wir selbst sehr wichtige Aufgaben zeitweise zurückfahren.“

Sachsenforst im Krisenmodus

Heißt konkret: Im Krisenmodus geht es nun vor allem darum, zusammenhängende Waldgebiete zu schützen. Dafür gibt es neben zusätzlichem Personal auch zusätzliches Geld. Mitarbeiter und Maschinen, so Hempfling, würden nun ganz gezielt eingesetzt, um den Käferbefall einzudämmen.

Die Krise trifft die Forstbetriebe gleich mehrfach: Die Wälder verlieren aufgrund der Schäden an Wert, die Holzpreise sinken durch das aktuelle Überangebot, die Aufforstung in der Zukunft verschlingt viel Geld. 2018 hatte es Umsatzverluste im einstelligen Millionenbereich gegeben – dazu hohe Kosten zur Beseitigung von Sturmholz und Käferschäden – allein im Staatswald ging es um einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Verschärftes Risiko von Waldbränden

Die anhaltende Hitze mit ihrer extremen Trockenheit wiederholt das Szenario des Vorjahressommers. Und sie verschärft einmal mehr das Risiko von Waldbränden. Fast überall in Sachsen gelten die Alarmstufen 5 ( höchste) und 4.

Sachsenforst-Chef Hempfling hat auch noch eine Nachricht für die Jäger: Um den Erhalt der bestehenden Wälder zu sichern, halte man die Abschussquote für Rotwild auf dem Niveau der Vorjahre. Das werde wohl auch in den kommenden Jahren so bleiben.

Von Barbara Stock

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