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Umland Aus der Liegauer Gaststätte „Silberdiele“ wird ein Schulhort
Region Umland Aus der Liegauer Gaststätte „Silberdiele“ wird ein Schulhort
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18:06 01.03.2020
In Liegau-Augustusbad wird dringend Platz für die Kinderbetreuung benötigt. Quelle: dpa
Radeberg

Aus der einstigen GaststätteSilberdiele“ in Liegau-Augustusbad wird ein Schulhort. Das hat der Radeberger Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen. Er folgt damit der Empfehlung des Liegauer Ortschaftsrates. Der hatte sich in einer zweieinhalbstündigen Diskussion sowohl gegen einen Anbau an die geplante neue Grundschule im Epilepsiezentrum Kleinwachau als auch gegen die Komplettsanierung und den Umbau des derzeit dort ungenutzten Gartenhauses entschieden. Die Gründe dafür erklärte Ortsvorsteher und SPD-Stadtrat Gabor Kühnapfel im Verlaufe der Stadtratssitzung.

Ortsamt zieht zwecks besserer Erreichbarkeit ins Erdgeschoss

Vor allem sei diese Entscheidung dem Zeitdruck geschuldet. Für den Hort, der gegenwärtig mit 68 Plätzen in der Liegauer Kita und mit 22 Plätzen bereits in Räumen der „Silberdiele“ untergebracht ist, wird dringend eine Alternative gebraucht. Und die sei mit dem Um- und Ausbau der seit fünf Jahren leerstehenden Gaststätte dort im ersten und zweiten Obergeschoss am schnellsten zu schaffen, ergab eine von der Stadt in Auftrag gegebene Varianten-Prüfung.

Zudem könne dann das derzeit im 1. Obergeschoss der „Silberdiele“ und damit für gehbehinderte Menschen nicht erreichbare Ortsamt ins Erdgeschoss umziehen. Dort wäre dann auch noch Platz für eine Begegnungsstätte für Jung und Alt sowie einen Jugendklub. Damit würde die in der Ortsmitte gelegene „Silberdiele“ zu einem wirklichen Ortszentrum, betonte Kühnapfel. Auch der finanzielle Aufwand für die Stadt würde sich bei kalkulierten 300 000 Euro in Grenzen halten, da man mit einer 90-prozentigen Förderung des Freistaates rechnet.

Keine Förderzusage für Schulcampus im Epilepsiezentrum

Gegen einen Neubau am geplanten Schulcampus im Epilepsiezentrum spricht auch der Umstand, dass es derzeit noch offen ist, wann dieser Schulbau errichtet und genutzt werden kann. Noch gibt es dafür nicht einmal eine Fördermittel-Zusage. Dazu kommen Platz-Probleme. Für den Hort müsste am beabsichtigten Schulstandort von der Stadt Privatland angekauft und in einem aufwendigen Waldumwandlungsverfahren erst zu Bauland gemacht werden. Ob es für diesen Bau dann Fördermittel gäbe, steht völlig in den Sternen.

Auch für die Sanierung und den Umbau des Kleinwachauer Gartenhauses könnte nicht mit staatlichen Geldern aus dem dafür vorgesehenen Förderprogramm gerechnet werden. Dabei sei der Sanierungsbedarf des seit etwa zehn Jahren leerstehenden Gebäudes aus dem Jahre 1898 beträchtlich. Laut Gutachten werden sie auf fast 3,7 Millionen Euro geschätzt. Doch eine derartige Bausumme ist in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt bis 2023 nicht vorgesehen.

Von Bernd Lichtenberger

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