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Umland Im Wahlkreis 54 – Bautzen 3 ist die Anbindung an die Wachstumsregion nötig
Region Umland Im Wahlkreis 54 – Bautzen 3 ist die Anbindung an die Wachstumsregion nötig
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15:28 31.08.2019
Das Lausitzer Seenland benötigt eine gute Anbindung an die Landeshauptstadt. Quelle: Winfried Mahr
Dresden/Bautzen

Bautzens Landrat Michael Harig fordert für die Region zwischen Radeberg und Hoyerswerda, über die sich der Wahlkreis 54 erstreckt, eine bessere Anbindung an die Landeshauptstadt Dresden. Das betreffe die Ertüchtigung der Bahninfrastruktur zwischen Dresden und Königsbrücksowie die Aufnahme eines Regelbetriebes zwischen Kamenz, Bernsdorf und Senftenberg. Letzteres sei für die Entwicklung des Lausitzer Seenlandes ebenso wichtig wie für die Bedienung der Gewerbestandorte Kamenz, Straßgräbchen bzw. Bernsdorf.

Der Wahlkreis 54 Quelle: Holger Grigutsch

Die Region zwischen Radeberg, Lauta und Wittichenau ist aus Sicht des Landrats relativ heterogen. Während Radeberg zum sogenannten Speckgürtel Dresdens gehört, sind Lauta und Wittichenau typische Vertreter des Raumes, der vom Strukturwandel im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg besonders betroffen ist. Letzteres gilt auch für die Stadt Hoyerswerda. „Dort gilt es durch gezielte Strukturmaßnahmen entgegenzuwirken, um mit privaten, aber auch öffentlichen Arbeitsplätzen eine Kompensation zu erreichen.“

Strukturdaten

Zum Wahlkreisgehören Bernsdorf (Stadt), Königsbrück (Stadt), Laußnitz, Lauta (Stadt), Neukirch, Oßling, Ottendorf-Okrilla, Radeberg (Stadt), Schwepnitz, Wachau und Wittichenau (Stadt).

Der Wahlkreis verfügt über eine Fläche von538 Quadratkilometern. Davon entfallen 30 Prozent auf Landwirtschaftsflächen.

66 149 Menschenleben im Wahlkreis. Davon sind 50,4 Prozent Frauen. Der Ausländeranteilliegt bei 1,7 Prozent (2017).

16,6 Prozentder Bevölkerungsind unter 18 Jahre alt, die über 65-Jährigen bringen es im Wahlkreis laut Statistischem Landesamt auf einen Anteil von 25,5 Prozent.

Das Durchschnittsalterliegt bei 47,3 Jahren, vor fünf Jahren waren es 46,9 Jahre im Schnitt und 2009 lag der Durchschnittswert bei 45,6 Jahren.

Die Wirtschaftim Wahlkreis weist 2674 Betriebe auf. Das mittlere monatliche Nettoeinkommen(Median) lag 2017 bei 1324 Euro. Es betrug 2014 nach den Angaben 1152 Euro und fünf Jahre zuvor 1005 Euro.

Im Tourismusstehen im Wahlkreis 799 Gästebetten zur Verfügung, diese seien zu 29,3 Prozent ausgelastet gewesen im Jahr 2017. Dabei hielten sich die Touristen durchschnittlich für 2,1 Tage im Gebiet des Wahlkreises auf.

Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Bautzen sei sehr mittelständisch geprägt. Unabhängig davon sind die Unternehmen hoch innovativ. „Wir benötigen auch und besonders im Landkreis Bautzen den Ausbau der Berufsakademie Bautzen zu einer dualen Hochschule und die Etablierung von universitären Forschungseinrichtungen zur Begleitung der hiesigen Wirtschaft.“ Harig machte zudem klar: „Hinsichtlich der Fachkräfteproblematik benötigen wir eine geordnete Zuwanderung und ein entsprechendes gesellschaftliches Klima, welches dies unterstützt.“

Standort für gesundheitliche Dienstleistungen

Der Landrat verwies zudem darauf, dass der Landkreis Bautzen gegenwärtig das größte Breitbandprojekt Deutschlands durchführe. „Hier setzen wir darauf, dass der Freistaat Sachsen seine Zusage hält, die kommunalen Eigenanteile zu übernehmen.“

Eine klare Absage erteilte der Landrat den Aussagen in der jüngsten Bertelsmann-Studie zur Krankenhausstruktur. Mit dem kommunalen Klinikum Bautzen-Bischofswerda, dem Krankenhaus Kamenz in Trägerschaft der Malteser, dem Krankenhaus in Hoyerswerda in gemeinsamer Trägerschaft zwischen SANA und der Stadt Hoyerswerda, dem Krankenhaus in Radeberg in gemeinsamer Trägerschaft von Asklepios und ASB, den REHA-Kliniken in Pulsnitz in Trägerschaft der VAMED-Gruppe sowie dem Landeskrankenhaus Arnsdorf (Psychiatrie) sei der Landkreis ein Standort für gesundheitliche Dienstleistungen.

„Wir erwarten, dass bundesgesetzlich Bedingungen geschaffen werden, dass die Finanzierung dieser Einrichtungen weiter gesichert bleibt.“ Die in der Bertelsmann-Studie gemachten Vorschläge zur Reduzierung der Krankenhausstandorte in Deutschland um zwei Drittel sei „völlig lebensfremd“. Der medizinische Fortschritt und die betriebswirtschaftlichen Größen, die mit einer derartigen Konzentration theoretisch einhergehen könnten, würden „durch unzumutbare Wege, insbesondere bei der Notfallrettung ad absurdum geführt“.

Direktkandidaten im Wahlkreis 54 – Bautzen 3

CDU: Mathias Kockert, Diplomierter Bankbetriebswirt, geboren 1975 in Hoyerswerda, wohnhaft in Wittichenau

Linke: Silvio Lang, Angestellter, geboren 1983 in Lauchhammer, wohnhaft in Dresden

SPD: André Dubiel-Umlauft, Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK), geboren 1986 in Dresden, wohnhaft in Großröhrsdorf

AfD: Timo Schreyer, Dachdeckermeister, geboren 1965 in Dresden, wohnhaft in Königsbrück

Bündnis 90/Die Grünen: Jens Bitzka, Büroleiter, geboren 1971 in Hoyerswerda, wohnhaft in Lauta

FDP: Holger Zastrow, Unternehmer, geboren 1969 in Dresden, wohnhaft in Dresden

Freie Wähler: Marcel Linack, Diplom-Betriebswirt (FH), geboren 1979 in Hoyerswerda, wohnhaft in Hoyerswerda

Quelle: Kreiswahlleitung

Von Ingolf Pleil

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