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Umland Heimischer Winzer ohne Begründung vom Meißner Weinfest verbannt
Region Umland Heimischer Winzer ohne Begründung vom Meißner Weinfest verbannt
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09:21 27.09.2019
Winzer Steffen Schabehorn fühlt sich zu Unrecht vom Meißner Weinfest verdrängt. Der zuständige Gewerbeverein mauert. Quelle: Daniel Förster, Archiv
Meißen

20 Jahre war Winzer Steffen Schabehorn auf dem Meißner Weinfest vertreten. Doch dieses Mal darf er seinen Stand auf dem Heinrichsplatz nicht aufbauen. Der Gewerbeverein, der das dreitägige Fest im Auftrag der Stadt organisiert, hat ihm die Teilnahme verweigert. „Es gab keine triftige Begründung“, sagt der Weinbauer.

Umsatzeinbußen im fünfstelligen Bereich

Den Antrag für seinen Weinstand hat Schabehorn Anfang des Jahres beim Gewerbeverein eingereicht und er dachte, alles geht wie in den Jahren zuvor seinen Gang. Seine Kinder haben sogar ihren Urlaub so geplant, dass sie ihm vom 27. bis 29. September beim Ausschank am Weinstand helfen können. Als der Winzer aber bis in den Monat August hinein nichts vom Gewerbeverein hörte, rief er dort an. Am Hörer wurde ihm mitgeteilt, dass er dieses Jahr nicht dabei sei.

„Es ist skandalös das ein Gewerbeverein ein Meißner Gewerbebetrieb ohne Gründe vom Weinfest ausschließt“, beschwert sich Schabehorn. Er ist sich keiner Schuld bewusst, auf irgendeine Art und weise in der Vergangenheit gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen zu haben. Das Handeln eines Vereins, der sich selbst zum Hauptziel gesetzt hat, die wirtschaftliche Situation der Gewerbetreibenden in der Stadt nachhaltig positiv zu entwickeln, versteht Schabehorn nicht. Da er seinen Stand nicht aufbauen darf, geht ihm ein Umsatz im fünfstelligen Bereich verloren.

Die DNN haben sowohl den Gewerbeverein als auch die Stadt angefragt, warum der Winzer, dessen Weingut im Coswiger Ortsteil Sörnewitz zu Füßen der Boselspitze liegt und der Rebflächen in den Lagen „Meißner Kapitelberg“ und „Proschwitzer Katzensprung“ in Meißen-Zadel bewirtschaftet, dieses Jahr am Weinfest nicht teilnehmen darf. Jedoch äußerten sie sich auf DNN-Anfrage nicht.

Probleme gab es bereits 2018

Bereits zum Meißner Weihnachtsmarkt im vorigen Jahr gab es Probleme. Schabehorn nahm 2017 zum ersten Mal mit einem Glühweinstand teil. In die dafür erforderliche Technik sowie die Vergrößerung seines Pavillons, den er sonst zum Weinfest aufstellt, hatte er rund 8000 Euro investiert. Zum Ende es Weihnachtsmarkts wurde ihm mündlich zugesichert, dass er auch 2018 wieder dabei sein kann. Also meldete er seinen Stand bereits im Februar des Jahres per Fax an. Das Schreiben sei, so behauptete der Ge­werbeverein ge­genüber dem Winzer, trotz Sendeprotokoll nie angekommen. Es habe eine Umstellung der Technik ge­geben und wahrscheinlich eine Störung, hieß es damals.

Schabehorn sei im August 2018 deshalb gebeten worden, nochmals die Anmeldung zu schicken. Ende Oktober kam es dann zu einem Vor-Ort-Termin, bei dem ihm ein Platz auf der Elbstraße zugewiesen wurde. Im Glauben an einen sicheren Vertrag hatte er Glühweine und den Stand für Meißen vorbereitet. Doch dann erreichte ihn plötzlich ein Schreiben mit der Absage. Auch damals blieb der Gewerbeverein dem Winzer trotz vorheriger mündlicher Zusage und Ortsbegehung eine Begründung für den Ausschluss schuldig.

Von Silvio Kuhnert

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