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Umland Heimatkundliche Zeitreise zum 100. Museumsgeburtstag
Region Umland Heimatkundliche Zeitreise zum 100. Museumsgeburtstag
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14:39 22.09.2019
Besucher in der neuen Sonderausstellung im Heimatmuseum in Wilsdruff. Quelle: Kerstin Ardelt-Klügel
Wilsdruff

„Sammlung/Heimat/Museum“ ist der Titel der neuen Sonderausstellung, die 100 Jahre Wilsdruffer Heimatmuseum vor den Augen der Besucher Revue passieren lässt. Die von einem Innenarchitekten und einer Grafikerin entwickelte Schau zeigt in vier verschieden farblich unterlegten Phasen den Weg des kleinen Museums auf, das von dem Natur- und Heimatkundler Artur Kühne ab 1907 schrittweise auf den Weg gebracht worden ist.

„Sammeln aus Verlustangst“ heißt die erste, in blau gehaltene Station, die der Oberlehrer, Vereinsvorsitzende und spätere Museumsleiter Kühne ganz maßgeblich prägte. Dann folgt die orangene Epoche, die dem „Erinnern – Dokumentieren – Propagieren“ vorbehalten ist und der Heimatsammlung für das Wilsdruffer Land von 1919 bis 1950.

Die dritte Station trägt den Titel „Bewahren im Verborgenen“. Sie befasst sich mit einer Zeit, die mit der Stagnation des Museums einhergeht. Im Fokus stehen die Zeit ab 1950 bis in die 1990er Jahre.

Gleich zu Beginn – noch im Dezember 1950 – tritt der Pädagoge und Kunsthistoriker Rudolf Schmidt in die Fußstapfen Artur Kühnes und leitet die Heimatsammlung bis 1969. In seine Zeit fällt Ende der 1950er Jahre der politische Wille, kleine Museen aufzulösen.

Die Heimatfreunde kämpfen mit Werbeaktionen für den Erhalt des Museums. Es gibt verschiedene Standortdiskussionen, doch 1969 kommt es dennoch zur endgültigen Schließung.

Mit Grün als der Farbe der Hoffnung geht es mit dem Museum ab 1990 weiter. Das Thema ist nun „Vermitteln im Neuanfang“.

Im September 1992 gründet sich die Ortsgruppe Wilsdruff unter dem Dach des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz neu. Das Domizil – so hatte die Verwaltung unter Regie des damaligen Bürgermeisters Arndt Steinbach beschlossen – sollte unter dem neu eingedeckten Schuldach im Gezinge untergebracht werden.

Nach Fertigstellung aller Räumlichkeiten bestellte der Wilsdruffer Stadtrat den pensionierten Hochschullehrer Dr. Rolf Görner zum neuen ehrenamtlichen Museumsleiter.

Seitdem macht das Museum immer wieder mit Sonderausstellungen – wie die über Felix Funk, über die Böttger- und Bäckerinnung, über die Möbelstadt, Turner- und Sportstadt Wilsdruff bis hin zu einer Feuerwehrschau, auf sich aufmerksam.

Seit 2010 gibt es mit der Kunstpädagogin, Denkmalpflegerin und Stadtentwicklerin Angelika Marienfeldt eine hauptamtlich tätige Museumsleiterin. „Wir organisieren bis zu drei Ausstellungen im Jahr, wovon eine immer eine Weihnachtsausstellung ist“, verrät die gebürtige Dresdnerin.

Die aktuelle Schau „100 Jahre Heimatmuseum Wilsdruff“ – die in einer globalisierten und digitalen Welt auf Werte wie Heimat, Sprache, Landschaft, Traditionen und Bräuche eingeht, wird bis 1. März 2020 zu sehen sein.

Das Wilsdruffer Museum am Gezinge 12 ist täglich außer samstags geöffnet. Montags bis donnerstags 9 bis 14 Uhr, freitags 9 bis 15 Uhr und sonntags/feiertags 14 bis 18 Uhr, darüber hinaus auf Anfrage (Tel.: 035204-791516).

Von Kerstin Ardelt

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