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Umland Größter P+R-Platz der Region in Radeberg eingeweiht
Region Umland Größter P+R-Platz der Region in Radeberg eingeweiht
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18:59 07.07.2019
Der Radeberger Bahnhof (Archivbild). Von hier aus geht es mit der Bahn schneller als mit dem Auto zum Dresdner Hauptbahnhof.
Der Radeberger Bahnhof (Archivbild). Von hier aus geht es mit der Bahn schneller als mit dem Auto zum Dresdner Hauptbahnhof. Quelle: Carola Fritzsche
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Radeberg

Die Bierstadt hat über 100 neue Autostellplätze. Am Freitag wurde der schon seit Langem geplante erweiterte Park+Ride-Platz am Bahnhof offiziell freigegeben. Gemeinsam räumten Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD), Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) sowie je ein Vertreter des Planungsbüros und der Baufirma die Absperrung beiseite. Die Stadt und der Verkehrsverbund investierten in das Vorhaben rund 720.000 Euro, von denen allerdings reichlich 500.000 Euro der Freistaat übernahm.

Schon kurz nachdem die Bierstadt und der VVO im Juni 2006 den ersten Abschnitt des Parkplatzes eingeweiht hatten, war klar, dass diese 100 Stellplätze nicht ausreichen würden. Aber bis zur Erweiterung war es ein langer Weg, erinnert sich Lemm. Als erstes musste die Bierstadt das der Bahn gehörende Grundstück kaufen. Das geschah 2013. Aber erst drei Jahre später wurde sie dessen Eigentümer. So konnte schließlich erst im November 2018, kurz vor Einbruch des Winters mit dem eigentlichen Bau begonnen werden.

Mit Stromtanke und Fahrradbox

Aus der für Ende April geplanten Übergabe wurde schließlich Anfang Juli. Trotzdem freuten sich Lemm und Ehlen gleichermaßen. „Für die Einwohner der Stadt und ihrer Umgebung wird das Umsteigen auf die Züge bequemer“, so Lemm, während Ehlen erklärt, der Radeberger Park+Ride-Platz sei mit 206 Stellplätzen der größte im Gebiet des Verkehrsverbundes. Möglich geworden sei er, weil sich „die Kommune genau so gekümmert habe“, wie seinerzeit bei der Schaffung des modernen Busbahnhofes und bei der Reaktivierung des Bahnhofsgebäudes.

„Der Erfolg des P+R-Platzes zeigt, dass Autofahrer dann in Bus und Bahn umsteigen, wenn es dafür ein gutes Angebot gibt“, betont der VVO-Geschäftsführer. „Immerhin fahren ab Radeberg je Stunde drei Züge nach Dresden und benötigen bis zum Hauptbahnhof nur rund 20 Minuten. Das ist mit dem Auto nicht zu schaffen.“ Aber auch Dresden profitiere von dem neuen Angebot, weil dadurch weniger Autos in die Stadt kommen.

Um das Umsteigen noch komfortabler zu machen wird der P+R-Platz während des Sommers mit Parksensoren ausgestattet, so dass die Autofahrer zukünftig online sehen können, ob es am Bahnhof noch freie Stellplätze gibt. Zu denen gehört übrigens auch eine Stromtankstelle, wo Pendler ihre Fahrzeuge bequem vor Ort laden können. Wer vom Fahrrad auf den Zug umsteigen will, kann dies gegen eine Gebühr auch in eine Fahrradbox einstellen.

Von Bernd Lichtenberger