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Umland Georgenburg ist saniert
Region Umland Georgenburg ist saniert
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10:06 15.06.2018
Die Georgenburg ist ein Teil der Festung Königstein. Nun sieht sie wieder schmuck aus. Quelle: Foto: Junes Semmoudi
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Königstein

„Fast zu schade“, meinte Finanzminister Matthias Haß (CDU), als Festungschefin Angelika Taube das erste Stück von der großen Torte abschnitt. Das Gebäckstück mit dekorativem Schokoladenschlüssel war nicht nur hübsch anzuschauen, sondern hatte auch Symbolcharakter: Samt Torte übergab Haß den Schlüssel für die Georgenburg feierlich an die Verwaltung der Festung Königstein. Die Sanierung des historisch bedeutsamsten Gebäudes der Festung ist somit nach zwei Jahren Bauzeit offiziell beendet.

Im Jahr 2012 begannen die Sanierungsarbeiten an der Westbebauung des Festungsplateaus. Nachdem bis 2014 die Instandsetzung des Kommandantenhauses, des Torhauses und des Neuen Zeughauses auf dem Plan stand, nahm sich der Staatsbetrieb Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) im Oktober 2016 auch die Georgenburg vor. In dem 400 Jahre alten Bauwerk wurden Natursteinböden, Gewölbe sowie Holzbalkendecken freigelegt und die originalen Raumzuschnitte wiederhergestellt. Außerdem führt eine neue Stahltreppe von der Georgenbatterie ins Erdgeschoss der ehemaligen Kaiserburg, die nach Kurfürst Johann Georg I. benannt wurde. Im letzten Bauabschnitt betreute das SIB die Erneuerung des Georgenhofes nach historischem Vorbild.

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Noch sind die Räume im Gebäude leer, die Wände kahl. Doch das wird sich bald ändern: „Das Erdgeschoss soll als Museum fungieren. Ab dem 27. Juli sind die neu gestalteten Ausstellungsräume begehbar“, erklärte Taube. Die Besucher können sich in der erneuerten Schau über die frühere Nutzung der Georgenburg als Staatsgefängnis erkunden. Zudem wurden weitere Bereiche für wechselnde Ausstellungen geschaffen. „Die beiden Obergeschosse werden als Verwaltungsbereiche genutzt“, sagte Taube beim Rundgang durch die sanierten Räume. „Auch ein Archiv und eine Bibliothek sollen hier unterkommen.“

Die Sanierung der gesamten Westbebauung auf dem Festungsplateau kostete 12,9 Millionen Euro. In die Instandsetzung der Georgenburg wurden 2,4 Millionen Euro investiert. In seiner Rede dankte Haß dem Landtag für die Bewilligung der benötigten Gelder. „Die getätigten Bauinvestitionen sind nicht nur ein Beitrag zum Erhalt unserer Landesgeschichte, sondern auch zur weiteren Stärkung der Tourismusregion Sächsische Schweiz“, betonte der Staatsminister.

Die ständigen Arbeiten an und auf der Festung sind mit dem Bauabschluss aber noch nicht passé – das nächste Vorhaben steht bereits in den Startlöchern: Der SIB will auch den Festungsvorplatz neu gestalten. Derzeit wird noch am Bebauungsplan gearbeitet, heißt es vom Staatsbetrieb.

Von Junes Semmoudi

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