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Umland Gärtnerei des Hohenhauses wird Bauland
Region Umland Gärtnerei des Hohenhauses wird Bauland
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16:58 28.05.2019
Seit vielen Jahren liegt die einstige Hohenhaus-Gärtnerei an der Mittleren Bergstraße in Zitzschewig brach. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei des Hohenhauses im Stadtteil Zitzschewig sollen nun doch vier Einfamilienhäuser entstehen. Der Radebeuler Bauausschuss billigte auf seiner jüngsten Sitzung den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans der Mediba Bau- und Projektgesellschaft, die bereits das ehemalige Gärtnerhaus auf dem rund 7200 Quadratmeter großen Grundstück an der Mittleren Bergstraße saniert hat. Der B-Plan liegt im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung demnächst aus.

„Wir sollten mal zu Potte kommen“, meinte Linke-Stadtrat Christian Fischer. Ähnlich äußerte sich Ratskollege Jan Mücke (FDP): „Wir sollten endlich einmal einen Deckel drauf machen.“ Denn das Vorhaben beschäftigt den Stadtrat schon eine lange Zeit.

Im Mai vor drei Jahren lehnte die Mehrheit der Räte das Vorhaben komplett ab. Noch heute sind einige der Meinung, dass das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei, die einst der Pflege des Hohenhaus-Parks diente, als Freifläche erhalten bleiben sollte und nicht einer Bebauung zuzuführen sei. So zum Beispiel SPD-Stadtrat Thomas Gey. Weil er aber der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht im Weg stehen wollte, stimmte er der Auslegung zu.

Eva Oehmichen von Bürgerforum/Grüne dagegen ist prinzipiell dafür, dass man diese Stelle bebaut, wie sie noch einmal auf der Ausschusssitzung betonte. Auf Antrag ihrer Stadtratsfraktion suchte die Stadtverwaltung im Frühjahr 2017 das Gespräch mit dem Grundstückseigentümer sowie dem Vorhabenträger Mediba Bau- und Projektgesellschaft GmbH, die daraufhin einen Antrag auf Einleitung des Planverfahrens stellten, was schließlich im Sommer 2017 in der Aufstellung eines vorhabenbezogenen B-Planes mündete. Vor einem halben Jahr jedoch waren die beiden Stimmen der Fraktion Bürgerforum/Grüne im Bauausschuss ausschlaggebend, dass das Projekt ein halbes Jahr ruhte.

Stein des Anstosses war die Größe der Garagen. Nach der Entwurfsplanung sollten die Häuslebauer neben ihren vier Wänden überdachte Unterstellmöglichkeiten für ihren Pkw errichten dürfen. Jedoch empfand Oehmichen die dafür vorgesehenen Grundflächen von 60 Quadratmetern als zu groß.

Auf der jüngsten Sitzung nun lagen die Pläne wieder dem Ausschuss vor und es gab keine wesentlichen Unterschiede. Je Wohnhaus sind mindestens zwei Pkw-Stellplätze – offen oder überdacht – herzustellen und die dafür vorgesehene Fläche ist je Grundstück mindestens 60 Quadratmeter groß. Eine Bedingung allerdings gibt es: Garagen dürfen die denkmalgeschützte Steinmauer an der Mittleren Bergstraße nicht überragen. Diese wiederum wird weiter in das Grundstück hineinversetzt, damit die an der Stelle doch sehr beengte Straße verbreitert werden kann.

Von Silvio Kuhnert

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