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Umland Fußballer wünschen sich ein neues Vereinsheim
Region Umland Fußballer wünschen sich ein neues Vereinsheim
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15:06 12.05.2019
Statt eines langgestreckten Funktionsgebäude aus den 1950er Jahren, einer Baracke sowie eines Containers links daneben wünschen sich die Kicker des RBC am Weinbergstadion ein Vereinszentrum auf dem Stand der heutigen Zeit. Quelle: Silvio Kuhnert
Radebeul

Rund 30 Mannschaften mit etwa 550 Kickern, davon rund 300 Kinder- und Jugendliche im Nachwuchsbereich, teilen sich ei­nen Kunstrasenplatz – die Trainings- und Spielbedingungen sind im Radebeuler Weinbergstadion sehr beengt. Und es wird noch enger, da der Radebeuler Ballspielclub BC 08 (RBC) weiter wächst. Der Jahrgang 2013 steht vor der Tür und möchte ab nächster Saison mittrainieren und mitspielen. „Uns liegen 20 Anträge auf Neuaufnahme vor“, sagt Jugendleiter Eberhard Weiche.

Den RBC treibt nicht nur die Sorge um, wie er für jede Mannschaft genügend Übungsstunden bereitstellen kann. Täglich trainieren über sechs Stunden durchschnittlich zehn verschiedene Mannschaften auf dem Platz. Während ei­ner Trainingszeit müssen sich drei bis vier Mannschaften den Platz teilen. Sowohl vor als auch nach dem Training wollen sich die Spieler umziehen und gern auch duschen. Kommen jedoch die Verantwortlichen beim Landesligisten auf das Vereinsgebäude zu sprechen, treibt es ihnen die Schamesröte ins Gesicht.

Gerade einmal sechs Kabinen und zwei Duschräume stehen im Gebäude aus den 1950er Jahren zur Verfügung. An Spieltagen oder bei einem Turnier müssen sich beispielsweise vier Kindermannschaften eine muffige Kabine teilen, wie Vereinspräsident Arnold Wiersbinski sagte. Etliche Vereismitglieder nutzen die Duschmöglichkeiten bereits nicht mehr, weil sie sich vor dem Zustand mit Schimmelbildung in so mancher Ecke ekeln. Schiedsrichter müssen sich in einem kleinem Kabuff an- und umziehen. Den Trainern fehlt ein Raum, wo sie Spiele analysieren, sich über Taktiken und Übungseinheiten austauschen können. Aber auch den Vereinsmitgliedern fehlt ein Ort, wo sie sich treffen können, wenn sie nicht auf dem Spielfeld stehen. Derzeit nutzt der Fußballverein einen umgebauten Container als eine Art Casino. Doch dies ist mehr ein Provisorium als eine wirkliche Lösung.

Sorge um Jugendarbeit

Der RBC leistet wertvolle Sozial- und Jugendarbeit in der Lößnitzstadt. Bei ihm lernen und praktizieren rund 300 junge Radebeuler, wie sie mit Teamgeist gemeinsam Ziele verfolgen, sich dabei sportlich an der frischen Luft betätigen und somit etwas für ihre Gesundheit tun. Die Verantwortlichen beim RBC sorgen sich, dass ihre Jugendarbeit bald leidet, weil weder Spieler noch Nachwuchstrainer die Bedingungen auf Dauer hinnehmen werden. Wenn sich in absehbarer Zeit nichts ändert, kehren etliche dem Verein den Rücken, ist ihre Befürchtung.

Auf einer Veranstaltung mit dem sächsischen Landtagspräsidenten und Wahlkreisabgeordneten Matthias Rößler, dem Präsidenten des sächsischen Fußballverbandes, Herr­mann Winkler, sowie dem Landtagsabgeordneten und Sportpolitiker Wolf-Dietrich Rost (alle CDU), schilderten Präsidium und Vereinsmitglieder die Probleme. Nach Meinung des RBC kann nur der Abriss des jetzigen Funktionsgebäudes und der Bau eines neuen Vereinsheims mit mindestens zehn Umkleideräumen und der dafür erforderlichen Anzahl an Sanitäranlagen nach modernen Standard, mit Trainerraum, Geschäftsstelle und Vereinsraum eine dauerhafte Lösung bringen.

Die drei Vertreter der Landesebene sicherten ihre Unterstützung zu. So steht für die Sportförderung laut Rost im Haushalt 2019/20 die Rekordsumme von mehr als 119 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderquote habe die Landesregierung auf 50 Prozent vereinheitlicht.

Ringen um Zuschüsse

Der RBC schätzt die Baukosten für ein neues Vereinsheim auf eine bis anderthalb Millionen Euro. Bei einer Förderung von 50 Prozent durch den Freistaat muss die Hälfte des Betrags, also mindestens reichlich 500 000 Euro, an Eigenmitteln aufgebracht werden – und das ist das große Problem. Weder der Verein als Nutzer noch die Stadtbäder- und Freizeitanlagen GmbH (sbf) als Eigentümer verfügen über derartige Mittel. Zu den Baukosten kommen Ausgaben für Unterhalt und Betrieb hinzu, gab sbf-Geschäftsführer Titus Reime zu bedenken.

Der Stadtrat hat zwar seinen jährlichen Zuschuss an die sbf aus dem Stadtsäckel ab 2019 auf 1,25 Millionen Euro erhöht. Zudem stellt die Stadt bis zum 2032 weitere rund 4,77 Millionen Euro für Investitionen in Aussicht. Mit dieser Finanzspritze kann die sbf bis 2032 über 8,28 Millionen Euro verfügen. Das sind fast 600 000 Euro jährlich, die sie mit Fördermitteln veredeln will.

Die Radebeuler Sportvereine sollten auf dem Stadtratsbeschluss vom vorigen Dezember hin die Investitions- und Sanierungsbedarfe an Radebeuls Sportstätten der sbf melden. 44 Punkte ist die Liste lang. Und schon jetzt steht fest: Die aus dem Stadtsäckel zur Verfügung gestellten Mittel reichen laut Reime nicht für alles aus. Denn auf der Liste befindet sich ein in baulicher und finanzieller Hinsicht schwerer Brocken – die Schwimmhalle. Die Sanierung des 1984 eröffneten Baus verschlingt einen Millionenbetrag.

Über die Priorisierung, was beim Investitionsstau an den Sportstätten wann und wie in den kommenden Jahren abgebaut wird, entscheidet im Laufe der nächsten Monate der am 26. Mai neu gewählte Stadtrat. Und es ist kein Geheimnis, dass die Schwimmhalle partei- und fraktionsübergreifend schon jetzt die höchste Priorität besitzt. Der BSC will daher verstärkt das Gespräch mit den Stadtratskandidaten suchen. Die Fußballer wünschen sich eine klare Perspektive, wann sich die Umkleide- und Sanitärbedingungen deutlich bessern werden – am liebsten durch ein neues Vereinsheim.

Von Silvio Kuhnert

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