Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Fürstenhain ist besser vor Elbefluten geschützt
Region Umland Fürstenhain ist besser vor Elbefluten geschützt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 08.04.2019
Symbolischer Dammschluss am Auenweg: Stefan Dornack (v.l.n.r.), Ulrich Kraus, Birgit Lange, Matthias Rößler und Bert Wendsche. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

Der Dammbalken passt. Am Montag setzten ihn Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos) und Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) gemeinsam mit Vertretern der Landestalsperrenverwaltung (LTV) an der Deichscharte am Auerweg ein. Im Ernstfall werden mehrere solcher Balken übereinandergestapelt, um den Durchlass am neuem Hochwasserdamm zu schließen, damit die Elbe den Stadtteil Fürstenhain nicht unter Wasser setzt. Das Einsetzen des Balkens symbolisierte die Fertigstellung der Flutschutzanlage.

Zwei Jahre hat die Landestalsperrenverwaltung an dem 360 Meter langen Schutzwall gebaut. Sie soll die dahinter liegenden Grundstücke vor einem statistisch gesehen aller 100 Jahre vorkommenden Hochwasser schützen. In unserem jetzigen – noch recht jungen – Jahrtausend kamen Fluten gleich dreimal: 2002 und 2013 überspülten die Wassermassen Grundstücke und drangen in Häuser ein. Sie brachten nicht nur Schlamm und richteten große Schäden in den Gebäuden an, sondern zerstörten die bildlichen und schriftlichen Erinnerungstücke ganzer Familien. 2006 gelang es, die zerstörerische Kraft des Wasser mit einem provisorisch aufgeschütteten Damm aufzuhalten.

„Für uns als Radebeuler ist es ein Tag der Erleichterung“, meinte das Stadtoberhaupt. OB Wendsche erinnerte daran, wie nach „der großen Sinnflut in Sachsen“ 1845 mit einem Pegelstand von 8,77 Metern in Dresden, die Hochwassergefahr, die von der Elbe ausgeht, aus dem Blick verloren wurde, weil es danach keine Überschwemmungen dieser Dimension gab – bis 2002 mit 9,40 Meter Pegel Dresden. Das Augusthochwasser und seine verheerenden Folgen brachten damals diese Bedrohung auf dramatische Weise wieder ins Bewusstsein. Im Anschluss wurden für Radebeul drei Hochwasserschutzvorhaben der höchsten Kategorie A geplant.

Naundorf ließ die LTV mit Spundwand und einem Deich in den Jahren 2015/16 sicherer machen. Ab Mai 2017 begann der 2. Bauabschnitt in Fürstenhain, der nun zum Abschluss kam. Ab der Deichscharte erstreckt sich entlang des Auenwegs elbaufwärts ein 320 Meter langer und 4,5 Meter hoher Deich. Elbabwärts steht auf 40 Metern Länge bis zur Friedenskirche eine Schutzmauer. Die Durchfahrt wird im Ernstfall mit mobilen Hochwasserschutzelementen verschlossen. Ursprünglich sollte die gesamte Anlage aus solchen Elementen bestehen. Doch diesen Plan verwarf man rasch wieder. Der Freistaat Sachsen hat rund 4,5 Millionen Euro in den Bau der Flutschutzanlage investiert.

Wie für die beiden bereits fertiggestellten startete in 2010 auch das Planfeststellungsverfahren für das dritte Hochwasserschutzprojekt im Bereich Altkötzschenbroda. Wegen zahlreicher Einwendungen musste die Planung mehrmals geändert und angepasst werden. Ein Bautermin steht daher noch aus.

Von Silvio Kuhnert

Nach der Rekonstruktion des Moritzburger Fasanenschlösschens, dem einzigen im Spätrokoko-Stil erhaltenen Schloss Sachsens, sollen nun auch die Außenanlagen des touristischen Anziehungspunktes wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Planungen für die Instandsetzung des Gartendenkmals laufen.

08.04.2019

Die Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH (WSR) definiert den Hausanschluss fürs Abwasser als Privateigentum, auch wenn die Leitung öffentlichen Grund wie Straße und Gehweg unterirdisch passiert, und stellt Radebeulern Reparaturen in diesem Bereich in Rechnung – zu Unrecht meint das Landgericht Dresden.

05.04.2019

Ab sofort erinnert eine Sonderausstellung auf der Festung Königstein an den Jugendwerkhof der Jahre 1949 bis 1955. Diverse Installationen, Fotos, Dokumente und Objekte konfrontieren die Besucher mit dem Alltag der Jugendlichen im Werkhof Königstein.

05.04.2019