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Umland Für 21 Millionen Euro wird Hochwasserschutz an der Talsperre Malter verbessert
Region Umland Für 21 Millionen Euro wird Hochwasserschutz an der Talsperre Malter verbessert
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16:43 12.08.2019
Die Sammelrinne im oberen Mauerbereich wird um 1,5 Meter vertieft. Quelle: Foto: Kerstin Ardelt-Klügel
Dippoldiswalde

Die Talsperre Malter bekommt einen verbesserten Hochwasserschutz. Damit nach Extremregenfällen kein Wasser unkontrolliert über die Krone der Staumauer zu Tal stürzt, möchte der Freistaat Sachsen die Abflusskapazität der vorhandenen Hochwasserentlastungsanlage deutlich erhöhen. Das Bauvorhaben kostet rund 21 Millionen Euro.

Folgende Arbeiten sind in den kommenden Monaten geplant: die sogenannte Sammelrinne im oberen Mauerbereich, über die Wasser aus dem überfüllten Stauraum abfließen kann, wird um 1,5 Meter vertieft. Anschließend wird eine zweite „Schussrinne“ gebaut, in der das im Flutfall zu viele Wasser von der Staumauer oben bis nach unten zum Talboden „schießt“. Über ein neues Verteilerbauwerk im oberen Bereich der Stauanlage teilen sich die Wassermassen in die beiden Schussrinnen auf. Das zu Tal schießende Wasser wird schließlich in einem neuen Tosbecken aufgefangen, um ihm die Energie zu nehmen, bevor es in die Rote Weißeritz eingeleitet wird und gen Elbe abfließt. „Damit können statt bisher 156 Kubikmeter Wasser pro Sekunde bei Extremhochwasser, wie im August 2002, künftig bis zu 475 Kubikmeter pro Sekunde aus der Talsperre abgeleitet werden, ohne dass diese beschädigt wird“, teilte das sächsische Umweltministerium mit.

Für die Arbeiten muss eine Baustraße im Beckenraum errichtet werden. Dafür wird der Wasserspiegel um 3,5 Meter abgesenkt. Das Absenken beginnt erst nach der Badesaison Anfang September. Voraussichtlich ab April nächsten Jahres kann die Landestalsperrenverwaltung wieder zum ursprünglichen Wasserstand anstauen lassen.

Die Talsperre Malter ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Ihre wichtigste Funktion ist der Schutz der Ortschaften – insbesondere die Stadt Freital – im Unterlauf der Roten Weißeritz vor Überschwemmungen. Sowohl aufgrund ihres Alters als auch wegen der Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre – zuletzt die Juniflut 2013 – müssen wesentliche Teile der Anlage mit einem Gesamtstauraum von rund 9,86 Millionen Kubikmeter saniert werden. Seit April 2016 ließ der Freistaat für 8,5 Millionen Euro bereits die Mauerkrone instand setzen, einen neuen Abflusspegel bauen und die Betriebsauslässe vergrößern.

Von Silvio Kuhnert

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