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Umland Friedenslicht kommt in die Sächsische Schweiz
Region Umland Friedenslicht kommt in die Sächsische Schweiz
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17:43 11.12.2019
Das Friedenslicht aus Bethlehem wird erstmals an der Malerwegskapelle in Thürmsdorf ausgegeben. Quelle: Daniel Förster
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Thürmsdorf

Die Premiere forderte eine Wiederholung: Weil es so schön besinnlich und romantisch war, wird an der Malerwegskapelle in Thürmsdorf (Gemeinde Struppen) am dritten Advent erneut das Friedenslicht von Bethlehem ausgegeben. Am Sonntag beginnt 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel vor dem ehemaligen Biedermann-Mausoleum in der Nähe des Thürmsdorfer Schlosses. Mit Worten des Nachdenkens und Gesang gestalten die Geistlichen Pfarrer Andreas Günzel, Pfarrerin Mechthild Hinz und Pfarrer Jörg Humboldt sowie der katholischen Schwesternschaft St. Ursula Naundorf eine Weihnachtsandacht.

Nicht nur vor, sondern auch in der Kapelle soll gesungen werden: „In dem einstigen Mausoleum gibt es eine bemerkenswerte Akustik, die haben die Biedermanns beim Bau dem Petersdom nachempfinden lassen“, sagt Mitinitiator Heiner Kramm. Die Friedenslicht-Aktion 2019 in Deutschland steht unter dem Motto: „Mut zum Frieden“. „Frieden ist das, was wir uns auch wünschen“,bestätigt der Heilpraktiker und Physiotherapeut. Er holt das Friedenslicht am Sonntagnachmittag aus der Katholischen Dresdner Hofkirche, wo es bei einer Andacht ausgesandt wird, in die Sächsische Schweiz. Vor Ort in Thürmsdorf soll ein Kind die Flamme, welche die ganze Zeit über brennen wird, in dem würdigen Rahmen in die Kapelle tragen.

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Weihnachtsfrieden in die Stube tragen

Teilnehmer am Friedenslicht-Gottesdienst sollten laut Veranstalter bereits eine halbe Stunde vor Beginn am Schloss Thürmsdorf eintreffen. Wer mit dem Auto anreist, kann dies an der Manufaktur „Adoratio Schokoladenkunst“ abstellen. Die Parkplätze hier sind jedoch begrenzt. Vom Schlossberg aus sind es noch 600 Meter bis zur Alexander-Thiele-Aussicht und der vor dreieinhalb Jahren geweihten Wanderkapelle – direkt am Malerweg. Vor Ort kocht der Heimatverein zum Durchwärmen in der Gulaschkanone Fleischbrühe mit Gemüse und hält Weißen Glühwein und Heißen Apfelsaft mit Gewürzen bereit.

Jedem wird zum Schluss das Friedenslicht aus Bethlehem als Zeichen der Hoffnung ausgegeben. Es wird empfohlen, eine Laterne für den Heimtransport mitzubringen. So soll jeder den göttlichen Weihnachtsfrieden mit in seine Stube tragen. „Wenn jeder mit seiner Laterne loszieht, kann es ein schönes abendliches Schauspiel werden“, sagt Heiner Kramm.

Traditionell wurde das Friedenslicht am zweiten Advent von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet. Seit 1986 wird es im Flugzeug von Betlehem nach Wien geflogen. Von dort bringen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder seit 1994 – in diesem Jahr zum 26. Mal - an jedem dritten Advent nach Deutschland. Während einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland an über 500 Orten weitergegeben.

Von Daniel Förster

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