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Umland Freie Fahrt auf der S 174 durch Neundorf
Region Umland Freie Fahrt auf der S 174 durch Neundorf
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17:07 11.03.2019
Die neue Stutzmauer in Pirna-Neundorf steht. Bauarbeiter gestalten nur noch die Flussböschung. Quelle: Foto:Stadt Pirna
Pirna

Auf der Hauptverkehrsstraße, der Staatsstraße 174, durch das Gottleubatal in Pirna heißt es wieder freie Fahrt. Im Ortsteil Neundorf behindern keine Baustellenampeln mehr wegen des Baus einer neuen Stützmauer den Verkehr – vorerst jedenfalls. Nach Ostern werde es noch einmal kurzzeitig eine Verkehrseinschränkung geben, informierte Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin.

Die Betonung liegt aber auf kurze Zeit, die längste Zeitspanne der halbseitigen Sperrung zwischen Haldenweg und Forstweg haben Kraftfahrer überstanden. Seit Mitte Dezember 2016 stand nur eine Fahrbahnseite Kraftfahrern zur Verfügung. Die an der Flusseite war für Fahrzeuge tabu. Das Juni-Hochwasser 2013 hatte die Stützmauer in dem Bereich sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie drohte unter der Verkehrslast einzustürzen, was eine halbseitige Sperrung bereits über ein Jahr vor der geplanten Sanierung erforderlich machte.

Im Februar 2018 begann dann die Instandsetzung, die bis auf Restarbeiten, die sich auf den Flussbereich konzentrieren, nun zum Abschluss kam. Die alte Stützmauer wurde durch ein flachgegründetes Stahlbetonbauwerk, das aus mehreren Segmenten zusammengesetzt ist, ersetzt. „Das Bauwerk ist insgesamt 190 Meter lang und bis zu 4,30 Meter hoch“, informierte Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Sichtbar von der Mauer bleiben lediglich zwischen ein und drei Meter der Wandhöhe; der Rest verbirgt sich im Erdreich. So wird die Stützwand von einer neu profilierten Böschung zur Gottleuba verdeckt. Der Böschungsfuß wird mit einer Steinpackung aus Wasserbausteinen gesichert, damit es beim nächsten Hochwasser nicht wieder zu einer Unterspülung kommt.

Rund 1,5 Millionen Euro hat der Bau der Stützmauer gekostet. Mit der Fertigstellung wurde der letzte Hochwasserschaden aus dem Jahr 2013 in Pirna behoben

Eine neue Brücke über die Gottleuba verbessert im Bereich der Protzemühle die Verkehrsanbindung von Anwohnern und Gewerbetreibenden. Das Vorgängerbauwerk war ebenfalls durch die letzte Flut massiv in Stand- und Verkehrssicherheit beeinträchtigt worden. Daher ließ die Nachbargemeinde Dohma das Bauwerk durch einen rund 600000 Euro teuren Neubau ersetzen. Der durch Treibgut und Geröll in Mitleidenschaft gezogene Mittelpfeiler der alten Brücke entfiel dabei, um den Durchfluss des Gewässers zu erhöhen und keinen Angriffspunkt mehr für Schwemmgut zu geben. Die Umsetzung stellte sich kompliziert dar, da die Brücke in einem Kurvenbereich liegt.

Von Silvio Kuhnert

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