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Umland Forststraße wird bis Frühjahr 2020 ausgebaut – Das Ei muss weg
Region Umland Forststraße wird bis Frühjahr 2020 ausgebaut – Das Ei muss weg
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16:02 09.11.2019
Unter der Baggerschaufel ist der abgebrochene alte Abwasserkanal mit Eiprofil zu erkennen. Er muss unter der Bahnbrücke zwei runden Abwasserrohren weichen. Quelle: Foto: Uwe Hofmann
Radebeul

Oliver Lange schüttelt den Kopf. Er hat ein Metallrohr im Blick, das an der derzeit aufgerissenen Forststraße in Radebeul-Ost aus einer Baugrube ragt. Es liegt nur wenige Zentimeter unter dem früheren Straßenbelag – so flach, dass es schon fast verwundert, dass die Leitung nicht bei der Überfahrt eines Lasters gebrochen ist. „Das ist nur ein Beispiel für Leitungen, die wir hier gefunden haben, ohne dass sie verzeichnet gewesen wären“, sagt der Projektverantwortliche für den derzeit laufenden Straßenausbau.

Die unbekannten und teils abenteuerlich verlegten Leitungen der Forststraße haben vor allem eine Ursache: Seit jeher liegen an der wichtigen Verbindungsstraße Gewerbebetriebe, von denen manche in der Vergangenheit etwas hemdsärmelig für ihre Versorgung gesorgt haben. Viele der Rohre sind außer Betrieb. So muss aus der Straße auch eine alte Abwasserleitung des Arzneimittelwerkes Dresden (AWD) herausgerissen werden, eine weitere ist noch in Benutzung und verläuft knapp am Baufeld entlang. Kopfzerbrechen bereitet aber Lange vor allem ein Rohr, das bestens bekannt ist: Der große Abwassersammler, der mitten in der Forststraße verläuft.

Weil dort die Abwässer von Radebeul-Ost zusammenlaufen und zur Kläranlage in Kaditz transportiert werden, hat der Kanal ein relativ hohes, eiförmiges Profil. Zu hoch für das, was Radebeul mit der Forststraße vor hat. Diese wird seit dem Mai vor allem deshalb grundhaft ausgebaut, um sie unter der S-Bahnbrücke tiefer zu legen. Das soll erstmals für eine lichte Höhe von 4,50 Metern sorgen und damit den Weg für Lkw freimachen. Diese sollen nach der Sanierung von der Meißner Straße über die Forststraße und die Gartenstraße zu den dortigen Gewerbebetrieben kommen – derzeit ist noch ein Umweg nötig. Von der anderen Seite verhindert noch eine tief liegende Brücke einer inzwischen stillgelegten Bahnbrücke, dass Laster von der Autobahnabfahrt Neustadt über Peschel-, Ranke- und Emilienstraße zur Forststraße gelangen.

Weil der hohe Abwasserkanal den Arbeiten im Weg ist, haben sich die Planer etwas einfallen lassen. Auf 70 Metern werden die Mischabwässer künftig durch zwei flachere Rohre mit jeweils 90 Zentimeter Durchmesser geführt. Wer an der Baustelle entlanggeht, kann das derzeit ganz gut erkennen, genauso wie ein Verbindungsbauwerk an der Seestraße, das die zwei kleineren Rohre wieder an den Altkanal anbindet.

Bis Ende November sollen die Arbeiten an der Forststraße zwischen Meißner und der Bahnbrücke größtenteils beendet sein. Dabei wird auch der Fußweg auf der Westseite auf 2,50 Meter verbreitert, Radler erhalten in Richtung Meißner Straße einen Schutzstreifen. Die Arbeiten konzentrieren sich dann auf das schmale Baufeld unter der nur elf Meter breiten Brücke und den dazugehörigen Rampen. Dort sichern künftig Betonwände die Brückendurchfahrt. Später wird dann der letzte Abschnitt bis zur Kreuzung mit der Gartenstraße gebaut. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beendet sein und 2,15 Millionen Euro kosten. Die Kreuzung mit der Meißner Straße, die eine Ampel erhalten soll, wird erst umgebaut, wenn der dortige Abschnitt der Hauptverkehrsader saniert wird.

Von Uwe Hofmann

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