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Umland Forderung nach Radweg von Weinböhla und Dresden erreicht Landtag
Region Umland Forderung nach Radweg von Weinböhla und Dresden erreicht Landtag
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20:35 13.03.2019
Tobias Knibbe (l.) hat im Beisein von Unterstützern und Mitgliedern des Petitionsausschusses die Petition am Landtagspräsident Matthias Rößler (3.v.l.) übergeben. Quelle: Dietrich Flechtner
Moritzburg/Weinböhla

Die nach dem tragischen Unfalltod von Dresdens Schulamtsleiter Falk Schmidtgen im November vorigen Jahres auf der Staatsstraße 81 initiierte Petition hat den sächsischen Landtag erreicht. Initiator Tobias Knibbe fordert darin den Bau eines Radweges von Weinböhla bis Dresden entlang der S 80 und S 81. Sein Ansinnen fand über 3500 Unterstützer. Am Mittwoch hat Knibbe mit der Witwe und dem Vaters von Schmidtgen die Petition an Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) und Vertretern des Petitionsausschusses übergeben.

Nach dem Unfall hatte sich Knibbe intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Im Radwegekonzept des Freistaats aus dem Jahr 2014 sei der Bau eines Radwegs entlang der erst vor einigen Jahren gebauten Strecke vorgesehen. „Wenn Baurecht besteht, sollte er bis 2025 realisiert werden“, berichtete der Coswiger. Doch in den zurückliegenden Jahren sei nichts passiert.

Zudem soll der Radweg nur von Weinböhla bis zur Brücke bei Reichenberg führen. Knibbe schlägt daher die Verlängerung bis Dresden vor. „Radfahrer sollten die gleichen Rechte wie Autofahrer haben und auf dem kürzesten Weg aus dem Umland in das Industriegebiet im Norden der Landeshauptstadt gelangen“, so Knibbe. Bislang müssen sie einen großen Umweg nehmen, wenn sie sich nicht mit ihrem Rad auf die Schnellstraße wagen. Ein großes Problem ist, dass Kraftfahrer nicht den geforderten Mindestabstand von 1,50 Meter beim Überholen einhalten und ganz nah mit 100 Stundenkilometern oder gar mit noch größerer Geschwindigkeit an Radlern vorbeirauschen.

Die Forderung der Petenten hat Bewegung in die Sache gebracht. Zur Verbesserung der Situation für Pedalritter entlang der beiden Staatsstraßen fand bereits ein Arbeitsgespräch zwischen Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und den Bürgermeistern von Moritzburg und Weinböhla, Jörg Hänisch (parteilos) und Siegfried Zenker (CDU), statt. Alle drei haben sich bei dem Treffen darauf geeinigt, dass das Ministerium gemeinsam mit den Gemeinden einen Radweg entlang der S 80/S 81 plant und baut. „Es erfolgte die Zusage, dass eine entsprechende Planung ausgelöst wird“, teilte das Verkehrsministerium mit. Als Grundlage für die erforderliche Variantenuntersuchung soll das Wegekonzept der Gemeinde Moritzburg dienen.

Der ehrenamtliche Wegewart der Kommune, Wolf-Rüdiger Meyer, hat einen Vorschlag zur Streckenführung für einen Radschnellweg zwischen Weinböhla und Dresden erarbeitet. Diese sieht keinen kompletten Neubau entlang der über zehn Kilometer langen Strecke vor. Sondern seines Erachtens müssten nur 4,3 Kilometer ab Auerstraße in Weinböhla bis zum sogenannten St.-Ulrich-Tunnel grundhaft neu angelegt werden. Die Unterführung liegt etwa in der Mitte des Abschnitts zwischen Auer und Friedewald. Ab da könnten Radler auf Vorschlag von Meyer die teilweise auf einen Wirtschaftsweg zurückgebaute alte Staatsstraße über Friedewald, Reichenberg und Boxdorf nutzen. Auf diesem Abschnitt wären laut Meyer nur Instandsetzungen notwendig. Ab dem Boxdorf müsste dann noch einmal ein Radweg neu gebaut werden, um die Lüge bis Dresden zu schließen.

Bei dem Treffen im Verkehrsministerium konnte ein weiterer Punkt geklärt werden. Der bisher in Kategorie B der Radverkehrskonzeption liegende Abschnitt der S 80 zwischen Weinböhla und Auer wird in die höchste Planungskategorie A angehoben. „Damit können die Planungen jetzt starten“, teilte das Ministerium mit.

Beim Bau des Radweges handelt es sich um eine langfristige Lösung für die Verbesserung der Verkehrssicherheit von Pedalrittern. Kurzfristig soll ein Banner an beiden Seiten der Brücke bei Reichenberg mit der Aufschrift „Radfahrer? Abstand halten!“ angebracht werden. Zudem werden entlang der Straßen Hinweisschilder „Seitenabstand Radfahrer“ aufgestellt.

Die Petenten wissen, dass bis zur baulichen Realisierung noch zwischen zehn bis 15 Jahre vergehen werden. Bis dahin sollte für mehr Sicherheit auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung erwogen werden. Sie wünschen sich einen asphaltierten Radweg, den auch Radsportler nutzen können. Der Petitionsausschuss wird sich mit dem Thema nun eingehend befassen.

Von Silvio Kuhnert

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