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Umland Felsenwelt auf Rekordkurs bei Übernachtungszahlen
Region Umland Felsenwelt auf Rekordkurs bei Übernachtungszahlen
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15:19 20.08.2018
Sonnenuntergang an der Bastei: Das bizarre Felsmassiv bei Lohmen ist mit seinen Aussichtspunkten der Besuchermagnet in der Sächsischen Schweiz.Monika Skolimowska, dpa
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Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz ist auf dem besten Weg in puncto Tourismus das Rekordjahr 2017 dieses Jahr zu toppen. Die Übernachtungszahlen des ersten Halbjahres sind sehr vielversprechend. Mit insgesamt 728 809 Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben sowie auf Campingplätzen mit mehr als zehn Betten oder Stellflächen war der Zeitraum von Januar bis Juni dieses Jahres der bislang erfolgreichste in der Region seit der Erfassung dieser Daten im Jahr 1991, teilte der Tourismusverband Sächsische Schweiz mit.

Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres konnten die Touristiker im Elbsandsteingebirge bei den Übernachtungen ein Plus von 6,9 Prozent verbuchen. Lediglich die Städte Dresden (8,4 Prozent) und Leipzig (7,9 Prozent) verzeichneten ein noch stärkeres Wachstum bei den Übernachtungen. Der durchschnittliche Zuwachs im Freistaat lag bei 4,2 Prozent.

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Seit nunmehr fünf Jahren erlebt die Region einen wachsenden Zuspruch bei Touristen. „Fakt ist, dass die Nationalparkregion von mehreren touristischen Trends profitiert: Deutschlandurlaub, Wandern, Naturerlebnis, sanfter Tourismus“, berichtete Klaus Brähmig, Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Zudem zeigen die intensiven Werbemaßnahmen für die bislang immer sehr schwachen Wintermonate wie spezielle Kampagnen in den wichtigsten nationalen Quellmärkten wie Berlin und Hamburg, die Entwicklung spezieller Winterangebote und der Veröffentlichung einer speziellen Broschüre über die Nebensaison Wirkung. „Schon im ersten Quartal 2018 wurden etwa 19 Prozent mehr Übernachtungen gebucht als im Vorjahreszeitraum, die Aufenthalte in Rehakliniken nicht mitgerechnet, lag der Zuwachs sogar bei etwa 34 Prozent“, so der Tourismusverband.

An den Werbeinitiativen für die kalte Jahreszeit will der Tourismusverband weiter festhalten. So ist beispielsweise im November eine große Werbekampagne zum Winterthema in Berlin, Leipzig und Thüringen geplant. Von der Belebung des Wintergeschäfts erhoffen sich Hoteliers und Gastronomen, ihr Personal nicht nur als Saisonkräfte einstellen, sondern sie ganzjährig beschäftigen zu können, um sie angesichts des Fachkräftemangels in der Region zu halten. Wie Brähmig abschließend erklärte, strebe der Tourismusverband des Weiteren eine noch engere Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn in der Böhmischen Schweiz an. „Die Landschaft des Elbsandsteingebirges endet ja nicht an der Grenze“, so der Tourismusverbandschef.

Von Silvio Kuhnert