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Umland Anbau für Evangelische Oberschule in Radebeul entsteht bis 2021
Region Umland Anbau für Evangelische Oberschule in Radebeul entsteht bis 2021
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16:14 18.11.2019
Vor dem denkmalgeschützten Altbau entsteht der Neubau des Evangelischen Schulzentrums Radebeul. Der moderne Zweckbau wird über einen Durchgang mit dem Altbau verbunden. Deswegen verschwinden dort der Seiteneingang und die darüber liegenden Fenster. Quelle: Uwe Hofmann
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Radebeul

Falk Wenzel steht am Rand der Baugrube an der Wilhelm-Eichler-Straße und beobachtet das Geschehen. Bauleute arbeiten am Fundament, ein großer Kran dreht sich. So soll das sein: Neben dem Gebäude, das Evangelisches Schulzentrum Radebeul und der Hort Kötzschenbroda derzeit gemeinsam nutzen, entsteht ein Anbau für das Schulzentrum. 2021 soll das Gebäude fertig sein und dann vor allem die Oberschüler beherbergen. „Wir haben gar keine andere Wahl, als bis dahin fertig zu sein“, sagt Wenzel, der als Geschäftsführer des Schulvereins das Neubauprojekt leitet.

Der Schulgarten musste für den Neubau umziehen. Ebenso wurden vier Garagen neu aufgebaut (rechts). Quelle: Uwe Hofmann

Wie überall am Schulstandort Kötzschenbroda wird auch an dem Evangelischen Schulzentrum knapp kalkuliert. Derzeit gibt es je eine Oberschulklasse der fünften und der sechsten Stufe am Schulzentrum, die in der Nachbarschaft in den ehemaligen Räumen der Ar­beitsagentur unterrichtet werden. Mit dem Schuljahr 2020/21 wird die erste siebte Klasse eröffnet – dann braucht die Schule Fachkabinette für Physik, Chemie, Biologie. Diese sollen im Anbau entstehen. „Eine Weile geht es noch ohne, aber viel Zeit können wir uns nicht lassen“, sagt Wenzel. Der Radebeuler ist zuversichtlich, hat er doch an der Rottwerndorfer Straße in Pirna ein ähnliches Schulbauprojekt in gleicher Funktion gemanaget.

Keine Fördermittel für den 3,2 Millionen Euro teuren Anbau

Er betrachtet es inzwischen auch als Segen, dass der Evangelische Schulverein keine Fördermittel für den 3,2 Millionen Euro teuren Anbau für die Oberschule bekommt. „Wir sparen uns langwierige Vergabeverfahren und kommen über die freihändige Vergabe an Firmen, die sich an Vergaben aus öffentlicher Hand gar nicht mehr beteiligen“, sagt er. Er hoffe, dass die Arbeiten dadurch etwas zügiger erledigt werden.

Nötig sind sie auch aus einem anderen Grund, nicht nur weil der Platz wegen der neuen Oberschüler knapp wird. Im Anbau gibt es auch einen Fahrstuhl, der über den Hof erreicht werden kann. „Der Haupteingang bleibt weiter im denkmalgeschützten Altbau auf der Straßenseite, aber die meisten Kinder betreten das Schulgebäude schon jetzt von hinten, weil dort die Fahrradstellplätze sind“, sagt Wenzel. Da der Anbau über einen schmalen Verbinder an den Altbau angebunden wird, sind nach Fertigstellung beide Schulgebäude barrierefrei.

Oberschüler und Grundschüler ab 2021 unter einem Dach

Im Altbau sind dann auch einige Umbauten nötig. Zuvor muss aber der Hort Kötzschenbroda ausgezogen sein, der derzeit die oberen Etagen in Beschlag nimmt. „Da sind wir natürlich abhängig von der Stadt und deren Baufortschritt“, sagt Wenzel. Der Hort soll am Schulcampus Kötzschenbroda unterkommen – neben den Umbauarbeiten im Luisenstift ist das die größte Schulbaustelle in der Regie der Lößnitzstadt.

Wenn alles klappt, sind Oberschüler und Grundschüler ab 2021 unter einem Dach. Dafür müssen jedoch nicht nur Räume in den Obergeschossen an die Bedürfnisse des Montessori-Unterrichts angepasst werden, sondern sind auch Umbauten im Souterrain geplant. Eine neue Mensa als Ersatz für den kleinen Speiseraum ist übrigens nicht vorgesehen.

“In Radebeul fehlt es an einer guten Oberschule

Die Kinder sollen auch künftig in den Klassenräumen essen, was aber ganz gut zum Schulkonzept passe, wie Vereinsgeschäftsführer Wenzel findet. Er hat im Übrigen eine interessante Beobachtung gemacht: In der neuen fünften Klasse sitzen mehr Kinder, die von außerhalb kamen, als Abgänger der evangelischen Grundschule. „Wir wollen ja eigentlich, dass das Verhältnis ein anderes ist. Aber es zeigt, dass es in Radebeul an einer guten Oberschule fehlt“, sagt Wenzel.

Auf dem Schulgelände hat das große Umräumen schon stattgefunden. Alte Garagen mussten abgerissen und neu aufgebaut werden. Auch der Schulgarten musste der Baustelle für den Anbau weichen. Er befindet sich jetzt auf verkleinerter Fläche hinter den neuen Garagen. „Die Kinder waren natürlich traurig, dass sie ihren alten Schulgarten aufgeben mussten, aber hier ist es auch ganz nett“, sagt Falk Wenzel. Das Evangelische Schulzentrum richtet es sich so langsam als alleiniger Nutzer des Schulstandorts an der Wilhelm-Eichler-Straße ein.

Spenden: Der Verein geht inzwischen davon aus, dass die kalkulierten Baukosten infolge der fortschreitenden Teuerungen gerade im Bausektor nicht mehr genügen. Deshalb sind Spenden auf das Konto des Evangelischen Schulvereins Radebeul e. V. bei der Sparkasse Meißen, IBAN: DE77 8505 5000 3000 0401 10 willkommen.

Von Uwe Hofmann

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