Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Eröffnung des Bismarckturms erneut vertagt
Region Umland Eröffnung des Bismarckturms erneut vertagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:01 09.05.2019
Vom Radebeuler Bismarckturm aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick ins Elbtal. Quelle: Uwe Hofmann/Archiv
Radebeul

Am 19. Mai dieses Jahres sollten Radebeuler und ihre Gäste erstmals die Aussicht vom 18 Meter Hohen Bismarckturm genießen können. Doch nun müssen sie weiter warten, bis sie den Blick über das Elbtal sowie den Friedewald bis zum Schloss Moritzburg am Horizont schweifen lassen können. Der geplante Eröffnungstermin sei nicht mehr zu halten, teilten Stadtverwaltung und Verein für Denkmalpflege und neues Bauen mit. Als neuen Termin haben sie den 9. September, den diesjährigen Tag des offenen Denkmals, ins Auge fasst.

Erneut bekommt das allein durch Spendengelder finanzierte Projekt des Umbaus der Bismarcksäule zu einem Aussichtsturm die gute Konjunktur im Baugewerbe zu spüren. Damit verbunden sind fehlende freie Kapazitäten bei Baufirmen und steigende Baupreise. Bereits der Einbau der Treppe verzögerte sich, weil die auf die erste Ausschreibung in 2017 hin im Rathaus eingegangenen Gebote das vorhandene Budget sprengten. Nach einer Umplanung der Stahlkonstruktion fand sich eine Firma. Das erste von neun Stufensegmenten konnte sie am 26. September vorigen Jahres durch die runde Öffnung in der Turmspitze ins Innere hieven. „Der Einbau der Treppe in den Bismarckturm ist realisiert“, berichtete Bauamtsleiter Jan Pötschke.

Allerdings endet diese derzeit im Nichts. Denn die Aussichtsplattform fehlt noch. Die Ausschreibung für deren Einbau musste die Lößnitzstadt aufgrund der derzeit besonders guten Auslastung der Baufirmen zweimal wiederholen. Erst im dritten Anlauf fand sich ein Bauunternehmen. Wie Pötschke mitteilte, wären trotz der sich daraus ergebenden deutlichen zeitlichen Verzögerung sowohl die Herstellung als auch die Montage der Plattform im Turm bei einem idealen Bauablauf bis zum 19. Mai möglich gewesen. Aber es lief nicht alles optimal und wegen der derzeitigen Lage im Bauwesen benötigen auch Zulieferer für die einzelnen Gewerke deutlich längere Vorlaufzeiten.

Die Baustelle im Bismarckturm ist recht überschaubar. Mit Stahlbau, Gerüst, Stufenbeschichtung, Geländer, Elektrik, Blitzschutz, Eingangstür, Mauerwerks- und Sandsteinarbeiten sind jedoch zahlreiche Gewerke beteiligt. Aufgrund der beengten Verhältnisse ist die Realisierung der einzelnen Arbeiten nur aufeinander aufbauend möglich. Kommt es bei einer der beteiligten Baufirmen oder eines Zulieferers zu einer terminlichen Verschiebung wirft dies den ganzen Bauablaufplan über den Haufen und eine neue Terminkette muss gestrickt werden. Bauamtsleiter Pötschke hofft, dass bis zum Beginn der Schulferien die Arbeiten vollumfänglich abgeschlossen werden.

Radebeuls Denkmalverein hat das Bismarckturm-Projekt initiiert und rund 300 000 Euro an Spenden für die Realisierung gesammelt. Insgesamt führen 83 Stufen hinauf zur Plattform. Jede Stufe steht für ein Lebensjahr des ersten Reichskanzlers des Deutschen Reiches, Fürst Otto von Bismarck (1815–1898), zu dessen Ehren der Turm gebaut und am 2. September 1907 eingeweiht wurde.

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sächsische Kinder und Jugendliche sollen das Imkern lernen. Der Freistaat unterstützt Schulen beim Aufbau und dem Unterhalt von Bienenvölkern. Die Initiative „Schüler helfen Bienen“ startete in Radebeul.

08.05.2019

Deutsche und tschechische Forscher wollen Felsstürze im Elbsandsteingebirge frühzeitig erkennen arbeiten. Sie entwickeln hierfür ein Überwachungs- und Warnsystem sowie eine Smartphone-App.

08.05.2019

Die Bürgerinitiative Basistunnel nach Prag hat die erste Hürde genommen. Ihr Vorschlag für eine neue Eisenbahntrasse von Dresden nach Prag hat es ins sogenannte Raumordnungsverfahren geschafft. Dabei kommt es auch auf die Mitwirkung der Betroffenen an.

08.05.2019