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Umland Entdeckungsreise durch die Geschichte der Elektrizität
Region Umland Entdeckungsreise durch die Geschichte der Elektrizität
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16:16 21.11.2019
Durch Handauflegen bündelt Museumsleiterin Martina Fischer in der Plasmakugel Entladungsströme zu einem Strahl. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Meißen

Was wäre die Adventszeit ohne Lichterketten und Schwibbogen? Ihre zahlreichen Lämpchen leuchten bald wieder vor und in Häusern, auf Fensterbänken und am Tannenbaum. Für ihre Strahlkraft benötigen sie Strom. „Elektrizität plus Licht und Weihnachten – das passt“, dachte sich Martina Fischer, Leiterin des Stadtmuseums Meißen. In der diesjährigen Weihnachtsausstellung nimmt sie die Besucher auf eine Entdeckungsreise der Elektrizitätsforschung mit.

Physikalisches Wissen auffrischen

„Achtung Hochspannung! – Experimente & Entdeckungen vom Blitz zum Motor“ lautet der Titel der Schau, deren Tore sich am Buß- und Bettag das erste Mal öffneten. Den Hauptteil bildet eine Wanderausstellung des Universitäts- und Stadtmuseums Eulenburg im niedersächsischen Rinteln. Auf großen Leuchttafeln ist die Geschichte der Entdeckung der Elektrizität, ihrer Erzeugung und Nutzbarmachung sowie die der Elektrotechnik dargestellt und nachzulesen. Gerätschaften laden zum Experimentieren ein. So können beispielsweise kleine und große Besucher an einem Bandgenerator Funken schlagen lassen, durch Handauflegen in einer Glaskugel hell glimmende und wabernde Entladungsströme zu einem Strahl bündeln, über Morseapparate kommunizieren oder auf einem Fahrradgenerator kräftig in die Pedale treten, um zu messen, wer die meiste elektrische Energie erzeugen kann.

Die Sonderschau sei eine gute Gelegenheit, sein physikalisches Wissen aufzufrischen, meint Fischer. Mit ihrem Team zusammen hat die Museumschefin die Wanderausstellung um lokale Bezüge ergänzt. Sie thematisieren, wie über das 1895 an der Uferstraße errichtete Gleichstrom-Elektrizitätswerk sowie das 1911 entstandene Elektrizitätswerk an der Braustraße die Stromerzeugung in Meißen begann, in deren Folge Gaslaternen auf den Straßen verschwanden und elektrisches Licht und Elektrogeräte in den Haushalten Einzug hielten.

Fokus 2: DDR-Spielsachen

Das Stadtmuseum erinnert zudem daran, dass einst elektrische Straßenbahnen durch Meißen fuhren. „Sie beförderten ab 1899 Personen und ein Jahr später auch Güter“, sagt Fischer. Per Film kann der Besucher noch einmal mitreisen. Gezeigt werden in der Ausstellung auch elektrische Geräte und ihre nichtelektrischen Vorgänger.

Die diesjährige Weihnachtsausstellung hat nicht nur etwas für den Geist, sondern auch für das Herz zu bieten. So sind in einem zweiten Teil elektromechanische Spielzeuge aus der Sammlung von Eric Palitzsch zu sehen, die schon einmal Thema einer Weihnachtsschau in Meißen war. Mehr als 5000 Spielsachen aus der DDR nennt der Rabenauer sein Eigen. Eine Auswahl an kabelgelenkten Autos, Eisenbahnen, beleuchteten Puppenstuben und batteriebetriebenen Waschmaschinen sind ausgestellt. Dass diese Spielzeuge noch funktionieren, demonstriert Palitzsch am 21. Dezember sowie 12. Januar 2020.

„Achtung Hochspannung!“ – bis 23. Februar 2020 im Stadtmuseum Meißen, Heinrichplatz 3; Di.–So. 10-18 Uhr; Eintritt: drei, ermäßigt zwei Euro, Familie acht Euro

Von Silvio Kuhnert

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