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Umland Eltern sorgen sich um großen Spielgarten der Thomas-Müntzer-Kita
Region Umland Eltern sorgen sich um großen Spielgarten der Thomas-Müntzer-Kita
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18:23 14.05.2019
Die Kita „Thomas Müntzer“ verfügt über einen großen Außenbereich mit Ballspielplatz Quelle: Lisa-Marie Leuteritz/Archiv
Radebeul

Der Abriss der Kita „Harmoniestraße“ ist beschlossene Sache, seit der Radebeuler Stadtrat sich im September 2017 für die Campuslösung in Kötzschenbroda und damit für den Neubau der Oberschule in unmittelbarer Nachbarschaft zum jetzigen Schulstandort entschieden hat. Für das neue Schulhaus muss die Kita Platz machen. Als Ersatz ist nun die Erweiterung der Kita „Thomas Müntzer“ an der Meißner Straße geplant.

Durch die Zusammenlegung beider Einrichtungen wird die Kapazität in dem Gebäude auf 112 Plätze erhöht, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Dies macht jedoch eine bauliche Vergrößerung der Villa erforderlich. In welcher Form die Erweiterung um rund 40 Plätze erfolgen soll, entscheidet der Stadtrat in einer Woche.

Die Pläne sorgen in der Elternschaft der Thomas-Müntzer-Kita für Unmut. Denn von ihnen haben sie erst vor einer Woche über ein Rundschreiben aus dem Rathaus Kenntnis erhalten. Etliche Eltern kritisieren, dass sie in den bisherigen Planungsprozess nicht einbezogen und das alternative Flächen und Konzepte für einen Neubau der Kita „Harmoniestraße“ nie öffentlich diskutiert wurden.

Der große Außenspielbereich im Waldgarten ist wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Thomas-Müntzer-Kita. Dort haben die Mädchen und Jungen unter großen Bäumen viel Platz zum Spielen sowie zum Entdecken und Erleben der Natur. Etliche Eltern sorgen sich, in welchem Maße dies künftig noch möglich ist. Denn Fakt ist: Durch einen Erweiterungsbau wird die Spielfläche im Freien kleiner und gleichzeitig werden mehr Kinder dort spielen.

Nachdem an der von der Stadtverwaltung angedachten Lösung Kritik laut geworden war, haben Kita-Leitung und Elternrat an diesem Mittwoch zu einer Informationsveranstaltung geladen. An dieser wollten auch einige Stadträte teilnehmen. Von OB Bert Wendsche (parteilos) erhielten die Räte per E-Mail am Montag eine Ausladung. „Es handelt sich bei der Info-Veranstaltung um einen einrichtungsinternen bzw. verwaltungsinternen Vorgang. Derartige Beratungen finden stets ohne Beteiligung des Stadtrates statt“, schrieb das Stadtoberhaupt und betonte fett hervorgehoben, dass eine Teilnahme von Ratsmitgliedern nicht möglich sei. Dafür möchte der OB aber Vertreter von Kita-Leitung und Elternrat zur nächsten Ratssitzung einladen und ihnen dort Rederecht einräumen.

Die späte Einbeziehung der Elternschaft bringt SPD-Stadtratsfraktionschef Thomas Gey auf die Palme: „Hier tritt die alte Krankheit der Stadtverwaltung, nämlich intransparentes Handeln und Außenvorlassen der Betroffenen bei grundlegenden Entscheidungen, wieder einmal zu Tage.“ Er fordert den OB auf, die Beschlussvorlage von der Tagesordnung zu nehmen und in eine angemessene Erörterung der Problematik mit Eltern, Kita-Mitarbeitern und Stadtrat einzutreten. Ein lapidarer Brief an die Eltern, nachdem die Vorberatungen in den Ausschüssen bereits erfolgt waren, reicht Gey nicht aus.

Von Silvio Kuhnert

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