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Umland Riesiger Tankertorso passiert die Elbe
Region Umland

Elbe in Pirna: Riesen-Tanker passiert die Elbe

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17:21 07.03.2021
Ein riesiger Schiffsverband passiert die Elbe in Pirna.
Ein riesiger Schiffsverband passiert die Elbe in Pirna. Quelle: Daniel Förster
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Pirna

Der derzeitige Wasserstand macht es möglich: Ein riesiger, manövrierunfähiger Frachtschiffkörper ohne Motor und Aufbauten bewegt sich in Sachsen auf der Elbe. Nachdem der 110 Meter lange, 11,45 Meter breite und 4,86 Meter hohe Riesen-Schiffstorso eines künftigen Tankers mit der Kraft des deutschen Stromschubschiffes „Edda“ zunächst durch das Elbsandsteingebirge gesteuert wurde, „zwängte“ er sich – vorneweg das CSPL-Schubschiff „TR 15“ als Bug-Ruderhilfe – erst durch Pirnas historische Stadtbrücke hindurch und wurde dann weiter durch Dresden nach Riesa gesteuert.

Nachtplatz an der deutsch-tschechischen Grenze

„Edda“ hatte den enorm langen Stahlrumpf – gebaut in einer Werft in Nordböhmen – in Pirnas Partnerstadt Decin (Tetschen-Bodenbach) abgeholt. Noch am Freitag lag der Riesen-Tanker an der tschechisch-deutschen Grenze zwischen Hrensko (deutsch: Herrnskretschen) und Schmilka. Am rechtselbischen Ufer hatte er seinen Nachtplatz. Im Morgengrauen lichtete die Besatzung die Anker. Seitdem bewegt sich der insgesamt 163 Meter lange Schiffsverband auf deutschem Hoheitsgebiet.

Fahrrinnentiefe von 1,50 Metern nötig

Laut der Berliner Reederei Ed Line, die den Spezialtransport auf der Elbe realisiert, wird der Tanker nach Hamburg und später über die Nordsee weiter nach Holland überführt. Der Wasserstand sei derzeit dafür ideal, Herausforderung sei nur die Größe des Schiffsrumpfes, erklärt Ed Line-Geschäftsführer Per Preußer. „Das reibungslos zu bewerkstelligen ist unserer Job.“ Mindestens 135 Zentimeter Fahrrinnentiefe sind für die Schifffahrt notwendig. Damit jedoch dieser spezielle Schubverband fahren kann, muss die Fahrrinnentiefe sogar 1,50 Meter betragen.

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Am Sonnabend erreichte der Verband zunächst Riesa, um dann am Sonntag gen Magdeburg weiterzufahren. In Holland wird das Schiff komplettiert, dann kann der Tanker in Dienst gestellt werden und Öle bzw. Schweröle transportieren.

Von Daniel Förster