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Umland Einbrüche in Wohnungen und Häuser nehmen in Radebeul zu
Region Umland Einbrüche in Wohnungen und Häuser nehmen in Radebeul zu
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18:45 28.03.2018
Die Polizei wird in Radebeul von Jahr zu Jahr zu weniger Straftaten gerufen. Quelle: Foto: dpa
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Radebeul

Die Zahl der Straftaten geht in Radebeul zurück. Im vergangenen Jahr hat die Polizei insgesamt 1420 Delikte festgestellt, das waren 293 Fälle weniger gegenüber dem Vorjahr und sogar ein Minus von 403 im Vergleich zu 2015. Entgegen dem allgemeinen Trend der Kriminalitätsentwicklung nahmen in diesem Zeitraum allerdings Wohnungseinbrüche zu. So stiegen im vorigen Jahre Diebe 34 Mal in Wohnungen oder Häuser im Stadtgebiet ein. Zum Vergleich: 2016 gab es 22 und 2015„nur“ 19 dieser Delikte.

Bei den Gesamtstraftaten konnten die Ermittler in 822 Fällen den oder die Täter überführen. Die Aufklärungsquote stieg auf 57,9 Prozent (2016: 51,7 Prozent; 2015: 48,9 Prozent). Die Anzahl der Tatverdächtigen betrug 660, von ihnen waren 86 nichtdeutscher Herkunft.

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Laut aktueller Kriminalitätsstatistik der Lößnitzstadt wurden im vorigen Jahr 363 Diebstähle unter erschwerenden Umständen registriert (2016: 493; 2015: 534). Damit sind Eigentumsdelikte gemeint, bei denen der Täter ein Hindernis überwinden muss. Ein deutlicher Rückgang ist bei Fahrraddiebstählen zu beobachten: 89 Fälle waren es in 2017, dagegen noch 141 im Vorjahr und 140 in 2015. Beim Autoklau schwanken die Zahlen: 2017 gab es 17 Kfz-Diebstähle, das waren sechs weniger gegenüber dem Vorjahr, aber drei mehr im Vergleich zu 2015.

Zu Einbrüchen in Büros, Lager und Werkstätten kam es im vergangenen Jahr 31 Mal (2016: 47; 2015: 38). Genauso oft suchten Diebe Geschäfte und Kioske (2016: 49; 2015: 27) heim. Sachbeschädigungen wurden 161 Mal zur Anzeige gebracht (2016: 220; 2015: 195).

Rückläufig sind in Radebeul schwere Gewaltstraftaten. Bei Raub oder räuberischer Erpressung registrierte die Polizei sechs Taten in 2017 (2016: neun; 2015: 15) und bei schwerer und gefährlicher Körperverletzung elf (2016: 13; 2015: 26). Mord oder Totschlag gab es in der Lößnitzstadt wie im Vorjahr nicht, 2015 gab es einen Fall in diesem Deliktbereich.

Bei der Rauschgiftkriminalität macht Radebeul eine Ausnahme gegenüber dem Entwicklungstrend im Landkreis Meißen. Während landkreisweit im vergangenen Jahr Drogendelikte um 13,6 Prozent auf 460 Fälle (2016: 405) gestiegen sind, sinken die Zahlen in der Lößnitzstadt kontinuierlich, und zwar von 109 in 2014 auf 39 in 2017: (2016: 45; 2015: 62). Über Suchtproblematik und die Verbreitung von Drogenmissbrauch lassen sich aus der Statistik aber keine Aussagen ableiten. „In diesem Bereich wird es immer ein Dunkelfeld geben“, sagt Jörg Kretzschmar, Leiter des Kriminaldienstes im Revier Meißen. Die statistischen Zahlen hängen davon ab, wie häufig die Polizei Kontrollen vornimmt und ob ihr ein Händler mit großen Kundenkreis ins Netz geht.

Von Silvio Kuhnert

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