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Umland Ein Hoch auf den Bestand: Radebeul zeichnet Bauherren aus
Region Umland Ein Hoch auf den Bestand: Radebeul zeichnet Bauherren aus
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13:21 17.11.2019
Einer von vier Gewinnern des Bauherren-Abends: Der Radebeuler Karl-May-Hain. Quelle: Lisa-Marie Leuteritz
Radebeul

Die Radebeuler sind stolz auf ihre Bauten, keine Frage. Und wer durch die Stadt spaziert, wird bestätigen können, dass er selten so viele Villen in einem Ort gesehen hat. Doch auch Radebeul wächst, und das braucht Raum. Neues Bauen ist das Wichtigste, betont Jens Baumann, Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen und Chef der Jury des Radebeuler Bauherrenpreises bei der feierlichen Verleihung.

So wichtig das neue Bauen ist, so sehr bereitet es dem Jurychef auch Sorgen. Neue Wohnsiedlungen und Grundstücke, die bis zum letzten Quadratmeter ausgereizt sind, das bringe die Atmosphäre der Stadt ins Wanken, heißt es mehrfach an diesem Abend.

Die diesjährigen Preisträger jedoch haben es geschafft, die Unverwechselbarkeit Radebeuls zu erhalten und konnten die Jury mit ihren Arbeiten überzeugen.

Das sanierte Wohnhaus auf der Johannisbergstraße 5 gewann in der Kategorie Sanierung im Bestand. Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Gleich zweimal durfte sich Familie Jentzsch über eine Auszeichnung freuen. Ihre Sanierung eines Wohnhauses an der Johannisbergstraße 5 begeisterte sowohl das Publikum wie auch die Fachjury. 2007 hat die Familie das Gebäude übernommen und anschließend mehr als zehn Jahre lang saniert. Die „schlichten klassizistischen Züge“, sanierte Details im Inneren sowie an der Fassade, das Weinspalier an der Straßenseite sowie restaurierte Eingangstüren und die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen haben die Jury letztendlich überzeugt, sagte Laudator Robert Bialek. Es sei ein gutes Beispiel für eine einfühlsame Sanierung.

Der Karl-May-Hain gewann den Bauherrenpreis in der Kategorie Garten und Freiflächen. Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

In der Kategorie Garten und Freiflächen wurde der Karl-May-Hain ausgezeichnet, der 2017/ 2018 neu aufgewertet und erweitert wurde. Er sei eine „beispielhafte Bereicherung unserer Grünflächen“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Besonderes Lob erhielt das Kyauhaus im Radebeuler Dichterviertel. Laudator André Schröter zeigte sich nachhaltig begeistert und lobte die Restaurierung der an die Barockzeit erinnernden Deckenmalereien sowie des Treppenhauses

Ein prämierter Hingucker im Radebeuler Dichterviertel und künftig auch mit Bauherrenplakette: Das Kyauhaus an der Wettinstraße 2. Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Auch in der Kategorie Neues Bauen wurde der Bestand nicht ganz missachtet. Denn der Gewinner – das Gemeindehaus der Lutherkirche – wurde unter anderem für die Zurückhaltung neben dem Kirchenbau gelobt. Die Schlichtheit zeige sich auch in den Materialien – Putz, beschichteter Estrich, Holz und Glas – betonte Laudatorin Gabriele Schirmer. Außerdem lobte sie die Beharrlichkeit der Kirchgemeinde, die 18 Jahre für den Neubau gekämpft habe.

Die beiden Pastoren Christoph Heinze und Anja Funke haben zusammen mit dem Kirchenvorstand das Baugeschehen am Gemeindezentrum der Lutherkirche über die letzten beiden Jahre begleitet. Quelle: Annette Lindackers

Von Lisa-Marie Leuteritz

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