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Umland Edelstahlwerke Schmees liefern international
Region Umland Edelstahlwerke Schmees liefern international
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11:11 18.10.2019

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 Deshalb wurde die Gießerei von Krisen in der Vergangenheit nicht so stark gebeutelt. Ihre Turbinen, Pumpengehäuse, Industriearmaturen, Gussteile für Maschinen- und Anlagenbau sowie Kunstobjekte sind in Kraftwerken, in der chemischen und Lebensmittelindustrie auf Ölplattformen oder in Ausstellungen zu finden.

"Wir sind eine Manufaktur. Alles geschieht noch in Handarbeit", berichtet Lehleitner. Die Kunden stellen Zeichnungen vom gewünschten Produkt zur Verfügung, die Techniker in den beiden Standorten Pirna und Langenfeld konstruieren das Modell. Davon werden dann Gussformen erstellt. In sie fließt der flüssige Stahl. "Wir recyceln", sagt Lehleitner. Die Edelstahlwerke verarbeiten Schrott. Im Angebot sind rund 300 verschiedene Edelstahllegierungen - von korrosionsbeständig über hitzebeständig bis hin zu verschleißfest. "Davon werden im Schnitt pro Jahr 100 aktiv abgerufen", sagt Lehleitner.

Der Stahl brodelt in fünf Öfen. Aus ihm formen die Gießer Teile von zehn Kilogramm bis zehn Tonnen Gewicht. "Wir machen keinen 08-15-Guss, sondern fertigen Qualitätsprodukte. Nur so kann der Standort Deutschland am Leben bleiben", meint Lehleitner. Ist der Guss gehärtet, beginnt die Präzisionsarbeit. "Hier sind echte Macher gefragt."

Die Funken fliegen und sprühen beim Brennen, Schweißen und Putzen. Auf Erfahrung kommt es beim Abbrennen der Gusstechnik für den exakten, präzisen Schnitt an. Denn bleibt zu viel überschüssiger Guss am Rohling dran, muss um so mehr abgeschliffen werden; wird zu viel entfernt, muss wieder etwas angeschweißt werden. Um Rissen vorzubeugen, investierte das Unternehmen in einen neuen Herdwagenofen mit Porenbrennern. Durch die Wärmebehandlung wird die Eigenspannung der Teile nach dem Guss abgebaut. "Der neue Wärmebehandlungsofen befindet sich noch in der Erprobungsphase", sagt Lehleitner. Er soll helfen, Energie zu sparen und Festigkeit wie Verformungswiderstand der Stahlteile zu verbessern.

Die meisten Kunden sitzen in Deutschland. "Wir liefern auch nach Österreich, Polen, Bulgarien, in die Schweiz und Niederlande", informiert Lehleitner. Abnehmer sind zum Beispiel Siemens und MAN. Gefragt ist das Know-How des Pirnaer Werks auch bei Künstlern. Aufgrund der Nachfrage wurde dafür eigens eine Werkstatt eingerichtet. Zu den Auftraggebern gehören Künstler wie Professor Horst Gläsker oder Tony Cragg.

1961 legte Dieter Schmees in Langenfeld bei Düsseldorf den Grundstein für den familiengeführten Betrieb. 31 Jahre später kaufte er die ehemalige Copitzer Guss GmbH und verlegte 1993 den Firmensitz nach Pirna. Heute leitet sein Sohn Clemens Schmees gemeinsam mit Johann Unglaub die Geschicke des Unternehmens. In der Elbestadt zählt es rund 250, in Langenfeld 150 Mitarbeiter. Für dieses Jahr ist am Hauptsitz an der Basteistraße eine Millioneninvestition geplant. Schon jetzt werden neue Datenkabel verlegt. "Wir streben einen papierarmen Produktionsablauf an", berichtet Lehleitner. Die Tage der Werksverwaltung in den Baracken sind auch gezählt. Ein neues Verwaltungsgebäude über vier Etagen soll bis Ende des Jahres bezugsfertig sein.

Beim Umsatz zeigt die Entwicklungskurve nach dem Einbruch aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2009 und 2010 wieder nach oben. 2012 setzte das Pirnaer Werk rund 28,9 Millionen Euro um. Das waren rund fünf Millionen Euro mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.04.2013

Silvio Kuhnert

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