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Umland Dresdner Weinbar testet leeren Laden in Radebeul
Region Umland Dresdner Weinbar testet leeren Laden in Radebeul
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07:58 08.05.2019
Servicekraft Juliana Dümler, Sommerlier Jens Pietzonka und Stadtteilmanagerin Nadine Wollrad (r.) in der Weinbar auf Zeit. Quelle: Lars Müller
Radebeul

Das leere Ladengeschäft Bahnhofstraße 8 in Radebeul-West hat einen neuen Tester. Am Sonnabend zog der Sommelier Jens Pietzonka mit einer Dependance seiner Dresdner Weinzentrale für einen Monat ein. Immer freitags (außer am 10. Mai) und sonnabends bis zum 1. Juni präsentiert der Weinkellner jeweils ab 15 Uhr ausgewählte Tropfen. Was er auffährt, kann sich sehen lassen – 70 Weine und Sekte von 15 sächsischen Betrieben und zwei Winzern aus Saale-Unstrut sind im Angebot, zehn Weine davon sind stets glasweise im offenen Ausschank.

„Für uns ist es eine sehr spannende Herausforderung“

Wer Jens Pietzonka und die Weinzentrale kennt, wird sich nicht wundern, dass Winzer Matthias Schuh gesetzt ist. Aber auch Weine von Matyas aus Coswig, Sekte der Manufaktur Perlgut aus Meißen oder Rebensaft des Dresdner Winzers Alexandre Dupont de Ligonnès gibt es. Eine echte Rarität sind die puristischen Naturweine „Konni&Evi“ des jungen Winzers Konrad Buddrus aus Freyburg an der Unstrut. Gegen zehn Euro Korkgeld auf den Flaschenpreis werden alle Sorten auch gekühlt geöffnet – Freiflächen vorm Lokal und Sitzgruppen drinnen laden zum Verweilen ein. Gelegentlich sind Winzer persönlich zu Gast.

„Für uns ist es eine sehr spannende Herausforderung, fernab der Dresdner Neustadt unser Weinbarkonzept auszuprobieren“, so Pietzonka. Der Fokus auf fast ausschließlich regionale Weinerzeuger sei Neuland für ihn. Zugleich räumt der Barbetreiber ein: „Aus wirtschaftlicher Sicht ist dieses Zubrot nicht ganz unwichtig in diesem Jahr. Nachdem uns der Sommer 2018 ziemlich zu schaffen gemacht hat, bauen wir gern für den kommenden Sommer vor.“ Der Hitzesommer 2018 hat den Weinkonsum bundesweit zurückgehen lassen. Dass er mietfrei den Laden ausprobieren kann und nur zwei Tage pro Woche öffnen muss, waren denn auch gewichtige Argumente, so Pietzonka.

An eine dauerhafte Präsenz glaubt der Weinkellner nicht

Stadtteilmanagerin Nadine Wollrad sagt, im ehemaligen Bürgertreff nahe dem sanierten Dorfanger von Altkötzschenbroda möchte sie Händlern aus Radebeul und der Region die Möglichkeit bieten, für einen Monat mietfrei eine Verkaufspräsentation zu testen. Sieben taten dies schon vor der Weinzentrale. Fünf Ladengeschäfte mit Flächen von 50 bis 90 Quadratmeter sowie ein früherer Drogeriediscouter (320 Quadramteter) stehen dennoch an der Bahnhofstraße leer, die Mietpreise liegen bei 6,50 bis zehn Euro pro Quadratmeter.

Wollrad betont, dass sie ständig Interessenten suche. Einen Stoffladen, einen Sportladen, ein Spielzeug- und ein Schuhgeschäft oder ein Bekleidungsshop für junge Kundschaft würden in Radebeul-West noch fehlen. „Und eine Weinhandlung mit regionalem Sortiment.“ Der nächste Weinmarkt liegt gut einen Kilometer entfernt im Staatsweingut Schloss Wackerbarth.

Die Weinzentrale in Dresden bleibt im Mai regulär montags bis freitags geöffnet. Einen Kannibalismuseffekt, der Gäste von Dresden nach Radebeul abzieht, befürchtet Jens Pietzonka nicht. Dass es demnächst dauerhaft eine Außenstelle der Weinzentrale in Kötzschenbroda geben wird, glaubt er auch nicht. Für gelegentliche Experimente auf Zeit, etwa zum Weinfest, sei er aber zu haben.

Bewerbungen für interessierte Ladentester sind per E-Mail an bahnhofstrasseacht@gmail.com möglich.

Von Lars Müller

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