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Umland Der vordere Teil der Basteiaussicht ist weg
Region Umland Der vordere Teil der Basteiaussicht ist weg
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19:47 16.05.2019
Tobias Steudtner befreit die Felsoberfläche von den Schuttresten mit einem Hochdruckreiniger. Quelle: imago images/Daniel Schäfer
Lohmen

Blanker Fels, wo bis zum Frühjahr 2016 noch rund 1,5 Millionen Menschen pro Jahr standen und aus knapp 200 Metern Höhe über der Elbe die Aussicht auf das Elbsandsteingebirge genossen: Der gesperrte Teilbereich der Basteiaussicht ist abgebaut. Mitarbeiter der Radebeuler Firma Baualpin montierten in dieser Woche die vorderen zehn Meter der Aussichtsplattform samt Geländer ab. Weil der Sandstein porös ist, durfte seit drei Jahren niemand mehr die Felsnase betreten. Bis Besucher vom „Balkon von Sachsen“, wie Lohmens Bürgermeister Jörg Mildner (CDU) das berühmte Ausflugsziel nennt, wieder vom Rand der fast senkrecht abfallenden Felskante hinab auf den Kurort Rathen blicken können, werden noch einmal fast drei Jahre vergehen.

Der Freistaat Sachsen will die Basteiaussicht wieder komplett machen. Dazu hat sich erst Mitte April Finanzminister Matthias Haß (CDU) bekannt. Geplant ist der Bau einer neuen Plattform in Form eines schwebenden Steges. Das etwa 20 Meter lange und bis zu 3,5 Meter breite Gebilde liegt nur auf dem hinteren Bereich des Basteifelsen mit stabilem Gestein auf. Die poröse Felsnase im vorderen Teil wird durch die Plattform nicht berührt, stattdessen schwebt sie in geringer Höhe frei über dem Sandstein (DNN berichteten).

Der Freistaat wollte ursprünglich in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Doch den Baubeginn musste er auf das Jahr 2022 verschieben. Denn zuvor sind noch umfangreiche Sicherungsarbeiten am Fels erforderlich, um die nötige Festigkeit des Untergrunds zu gewährleisten. Der Zustand des Sandsteinfelsens ist bedenklicher als bislang angenommen.

Die Felssicherungsarbeiten sollen voraussichtlich Ende 2020 beginnen und bis ins Jahr 2021 andauern. Mit bis zu 19 Meter langen Bohrpfählen sollen die Felsschichten gesichert, mit Textilbeton die Spalten und Klüfte geschlossen werden. Zudem ist der Bau der Plattform in der geschützten Kernzone des Nationalparks mit einigen Genehmigungen verbunden. 2022 soll die neue Aussichtsplattform begehbar sein. Das Vorhaben kostet rund 2,5 Millionen Euro.

Von Silvio Kuhnert

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