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Umland Dem Tierpark Meißen droht 2020 die Schließung
Region Umland Dem Tierpark Meißen droht 2020 die Schließung
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12:08 16.01.2020
Leiter Heiko Drechsler mit einem Gebirgslori (Archivbild) Quelle: Dietrich Flechtner
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Meißen

Heiko Drechsler, der Leiter des Tierparkes Meißen, wollte von Kindesbeinen an Zoodirektor werden. „Es war bereits mein Berufswunsch in der ersten Klasse“, erinnert er sich. Vor 18 Jahren hat er sich diesen Traum zu Füßen des Hanges von Schloss Siebeneichen erfüllt. Doch nun droht das Aus.

„Ich arbeite jede Woche zwischen 70 und 80 Stunden ohne Pause und Urlaub, um die Tiere zu versorgen“, berichtet Drechsler. Von der Stadt vermisst er eine Anerkennung für diese Mühen etwa in Form einer finanziellen Unterstützung. Zudem habe sie im Pachtvertrag geschlossene Vereinbarungen nicht eingehalten, klagt der 56-Jährige. Er kündigt an, zum Jahresende den privaten Tierpark für immer zu schließen, wenn es zu keiner Lösung mit der Stadt kommt.

Erste Tiere bereits verkauft

Rund 400 Tiere von circa 85 Arten haben in Drechslers Park ein Zuhause gefunden. Derzeit befindet sich die Anlage in der Winterpause. Im März will er sie wieder öffnen, vielleicht sogar schon im Februar, wenn es die Witterung erlaubt. Dieses Jahr will Drechsler noch durchziehen.

Seine zahmen Uhus möchte Tierparkleiter Markus Drechsler behalten. Quelle: Martin Förster

Seinen schrittweisen Rückzug hat der Tierparkchef schon eingeleitet. Die ersten Tiere wie Ziegen, Schafe und Wollschweine habe er bereits verkauft. Kängurus, Esel und exotische Vögel wie Aras sollen die Saison über noch bleiben. Mit der Stadt sucht er nun das Gespräch. Ihr möchte er das Grundstück zum Jahresende übergeben, wenn er zuvor eine Entschädigung für die in den zurückliegenden Jahren getätigten Investitionen wie Wegebau und andere Bauarbeiten erhält. Wenn es zu keiner Einigung kommt, bleibe der Pachtvertrag bestehen und er nutze das Grundstück nach der Tierparkschließung privat, kündigt Drechsler an.

Von S.K.

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