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Umland Das sind die drei Baustellen auf der Festung Königstein
Region Umland Das sind die drei Baustellen auf der Festung Königstein
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15:59 25.01.2019
Die Fassade der Magdalenenburg soll in diesem Jahr repariert und neu gestrichen werden. Quelle: Marko Förster
Königstein

Mit der Georgenburg ist im Juni 2018 der letzte Teil der sanierten Westbebauung auf der Festung Königstein eröffnet worden. Doch die Liste der ausstehenden Bauvorhaben auf dem Felsplateau ist immer noch lang. Rund 4,6 Millionen Euro sind im sächsischen Haushalt 2019 und 2020 für die Festung verankert. Mit dem Geld möchte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) in den kommenden Jahren eine Reihe von Projekten angehen. Das sind die drei größten Baustellen:

Magdalenenburg: In diesem Jahr will das SIB endlich die rissige, braungraue Fassade und das Dach der Magdalenenburg in Schuss bringen. Als Renaissanceschlösschen errichtet, diente das historische Gebäude ab 1818 als Provianthaus. „Leider befindet sich das Äußere der Magdalenenburg zur Zeit in einem trostlosen Zustand“, gesteht Festungschefin Angelika Taube.

Die Bauplanungen laufen auf Hochtouren, einzig die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde liegt dem SIB noch nicht vor. Taube rechnet damit, dass die Sanierungsarbeiten an der Fassade frühestens im März beginnen. Dann wird die Magdalenenburg eingerüstet, neu verputzt und frisch gestrichen – nach historischem Vorbild in ziegelrot oder weißgrau. Welchen Farbanstrich das markante Gebäude am Ende bekommt, liegt in der Hand der Denkmalbehörde.

Die Ausstellungsräume in Inneren der Magdalenenburg sind während der Bauzeit weiterhin zugänglich. Insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert der Freistaat in das Sanierungsvorhaben. „Die Arbeiten werden frühestens im Herbst abgeschlossen sein“, versichert SIB-Sachgebietsleiter Kai-Uwe Beger.

„Trostloser Zustand“: Festungschefin Angelika Taube inspiziert die marode Magdalenenburg gemeinsam mit Ulf Nickol und Kai-Uwe Beger (v.l.) vom SIB. Quelle: Marko Förster

Alte Kaserne: Morsche Dachbalken, bröckelnde Decken, Löcher im Boden – auch die 1588 errichtete Alte Kaserne auf dem Festungsplateau ist dringend sanierungsbedürftig. 1978 fanden letztmalig Reparaturen an der Fassade statt. „Das Gebäude ist verkommen, weil jahrzehntelang nichts daran gemacht wurde. Wenn wir die Alte Kaserne demnächst sanieren, hat sie für die nächsten 50 Jahre wieder eine Perspektive“, meint SIB-Niederlassungsleiter Ulf Nickol.

Kai-Uwe Beger (l.) und Ulf Nickol begutachten das Holz im Dachstuhl der Alten Kaserne. Quelle: Marko Förster

Die vorbereitenden Maßnahmen für die Arbeiten an der Alten Kaserne sollen 2020 beginnen. Das Berliner Architekturbüro „heneghan peng architects“ hat sich dem Projekt angenommen. Die Planungen schreiten voran, die Statik des 112 Meter langen Gebäudes wurde bereits untersucht.

Im Rahmen der Sanierung lässt das SIB die Dachkonstruktion ertüchtigen und das Schieferdach neu decken. Die Kaserne erhält zudem ein neues Konzept: Der rechte Gebäudeabschnitt wird museal gestaltet – mit originalgetreu eingerichteten Soldatenwohnungen, einem historischen Ärztezimmer, Lager- und Sozialräumen sowie Räumlichkeiten für Lehrveranstaltungen. Im linken Teil bleibt weiter die Gaststätte „Musketier“ und der Museumsshop untergebracht.

Während der Bauzeit jedoch müssen Restaurant, Shop und die Toiletten in der Alten Kaserne geschlossen bleiben. Bei laufendem Besucherbetrieb könnte das problematisch werden. „Wir müssen daher entsprechende Provisorien und Interimslösungen für die Gastronomie und die Toilettenanlagen schaffen“, so Nickol. Zum jetzigen Zeitpunkt schätzt er die Baukosten im Bereich eines höheren ein- bis zweistelligen Millionenbetrags. Nickol hofft, das sanierte Kasernengebäude 2022 an die Festungsleitung übergeben zu können.

Die Alte Kaserne ist dringend sanierungsbedürftig. Im kommenden Jahr sollen die vorbereitenden Baumaßnahmen beginnen. Quelle: Marko Förster

Festungsvorplatz: Zu guter Letzt steht der Festungsvorplatz auf der Projektliste des SIB. Gerade zu den Stoßzeiten treffen hier Festungsbesucher, Wanderer und Verkehrsteilnehmer unkontrolliert aufeinander. Während des Weihnachtsmarktes auf der Festung bilden sich an den Kassen außerdem lange Schlangen. An den mitunter chaotischen Zuständen soll sich etwas ändern.

Erste Ideen stehen schon im Raum, um Ordnung auf dem Vorplatz zu schaffen. Auch Geld für den Bau ist beim Freistaat mit Sicherheit vorhanden. Doch ein Bebauungsplan fehlt noch, weshalb der erste Spatenstich vorerst auf sich warten lässt. Frühestens 2022 lässt das SIB den Festungsvorplatz umbauen, prognostiziert Beger: „Ziel ist, die Besucher- und Verkehrsströme auf dem Platz zu entflechten und den Servicebereich zu optimieren. Auch ansehnliche Wartebereiche sind geplant. Für all dies ist aber ein langer Atem notwendig.“

So leer ist der Festungsvorplatz nur selten – zu den Stoßzeiten treffen hier Festungsgäste, Wanderer und Autofahrer aufeinander. Das soll sich ändern. Quelle: Marko Förster

Von Junes Semmoudi

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