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Umland DNN-Redaktionshunde weihen die neue Hundewaschanlage in Dohna ein
Region Umland DNN-Redaktionshunde weihen die neue Hundewaschanlage in Dohna ein
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12:46 05.12.2019
Auch mit dem Einsatz seiner zwei riesigen schwarzen Knopfaugen hatte Yuko bei seinem Frauchen keine Chance: Den Waschgang musste er aushalten.
Dohna

Elfi und Yuko dösen während der Autofahrt unbeschwert vor sich hin, nicht ahnend, was ihnen in wenigen Augenblicken blüht. Nächster Halt: Dogma Tiernahrung in Dohna. Dort geht es den beiden Hunden von DNN-Mitarbeitern gründlich an die Wäsche: Sie dürfen die neue Waschanlage einweihen.

Wir sind am Dienstag die ersten Kunden im Waschsalon. Dieser befindet sich im Nebenzimmer des großflächigen BARF Ladens am Gewerbering 25-27 in Dohna. Man kann hier während der Öffnungszeiten ohne Anmeldung vorbeikommen, um seine liebsten Vierbeiner zu säubern. Während Jungspund Corgi-Dame Elfi aufgeregt sämtliche Gerüche im Zimmer mit ihrer Nase aufsaugt, sucht der lebenserfahrene Bichon Frisé (nicht zu verwechseln mit einem Zwergpudel) Yuko bereits nach einem Fluchtweg. Vergeblich.

Kein Tier wird gezwungen

Doch bevor die Hundewäsche beginnt, instruiert uns Jessica Jungnickel, Junior-Chefin des Familienbetriebs, erst einmal ausführlich. „Wovon wir hier nichts halten, ist es, die Sache gestresst oder mit Gewalt anzugehen. Sie haben hier alle Zeit der Welt.“ Werde ein Vierbeiner gezwungen, wird dieser Jungnickel zufolge nie wieder freien Willens eine Pfote in die Wanne setzen.

Nun gut. Yuko muss zuerst als Versuchskaninchen herhalten. Einwegschürze umbinden – und los geht‘s. Der stählerne Kasten des Herstellers „ProDogWash“ erinnert tatsächlich an eine Autowaschanlage, nur eben komprimiert. Rechts befindet sich ein Schlitz für den Münzeinwurf, darunter mehrere Knöpfe für verschiedene Waschprogramme. Eine Rampe mit rutschfestem Belag führt ins geräumige Becken.

Kosten: Ein Euro pro Minute

Da Yuko ein mittelgroßer Kleinhund, zehn Kilogramm schwer und obendrein altersbedingt manchmal bockig ist, setze ich ihn direkt in die Wanne. Zwei Ösen an der Rückwand sind jeweils mit einer Gummileine ausgestattet, an der man das Hundehalsband befestigt.

Darauf folgt: Yukos Erkenntnis. In erprobter Manier gucken mich zwei riesige schwarze Knopfaugen flehend an, offenbar jetzt schon vom bevorstehenden Leid geplagt. Wieder zwecklos.

Quelle: Anja Schneider

Wir starten mit dem Warmwasser ohne Shampoo, wie von Jessica Jungnickel empfohlen. So kann sich der Hund an die Dusche gewöhnen. Der Automat zeigt die verbleibende Zeit an. Der Preisrahmen: ein Euro pro Minute. Die Junior Chefin prognostiziert etwa fünf bis zehn Euro pro Hund. Beide sind zwar eher klein, allerdings ausgestattet mit ordentlich Fell. „Die Wäsche für einen Labrador zum Beispiel kostet zehn bis 15 Euro“, sagt Jungnickel.

Als nächsten Schritt wähle ich „Shampoo für weißes Fell“ aus. Daneben gibt es auch noch die Option „Pflegeshampoo & Conditioner“. Danach mit Warmwasser ausspülen und Yukos Fell kurz mit einem Handtuch abtrocknen. Den prophylaktischen Floh- und Zeckenschutz überspringen wir.

Leckerlis stärken das Durchhaltevermögen

Bisher war Yuko sehr tapfer und hat allenfalls stumm gelitten. Das Föhnen geht ihm allerdings zu weit. Jungnickel rät zu Föhnstufe eins (von zwei), da diese die leisere Variante sei. Doch die zauseligen Locken wollen einfach nicht trocknen. Wir schieben weitere fünf Euro in den Automaten, die ich bis zum letzten Cent für das Föhnen aufbrauche. Nach rund 15 Minuten ist die Tortur vorüber und Yuko darf zurück auf den sicheren Boden. Nun ist Elfi dran. Bei ihr geht es etwas schneller. Im Vergleich zum Senior übersteht die junge Hündin die Prozedur gelassener.

Zwischendurch versorgt Jungnickel die Hunde mit Leckerlis aus dem Shop – nach Rücksprache mit Frauchen versteht sich. Sie bleibt indessen die ganze Zeit an unserer Seite und beobachtet alles mit Argusaugen. „Es ist immer jemand im Raum und unterstützt Kunden bei Bedarf“, sagt die Junior Chefin.

Die Vorteile gegenüber der Hauswäsche

Und was sind nun die Vorteile einer solchen Hundewaschanlage gegenüber der Heimdusche? „Wir haben eine rutschsichere Zugangsrampe. Das heißt, alle Rassen können in die Wanne einsteigen. Mit einer Dogge zum Beispiel in der Badewanne oder unter der Dusche hat man zuhause wirklich Probleme“, erklärt die Junior-Chefin. Außerdem ist das Wasser bereits auf kuschelige 36,5 Grad Celsius vorgewärmt. Am wichtigsten dürfte jedoch sein: „Der Dreck bleibt in der Waschanlage und gelangt nicht in die Abflussrohre.“ Je nach Rasse können Hunde ordentlich Fell verlieren, was schlimmstenfalls den Abfluss verstopft. Ein Blick in die Wanne nach Elfis Dusche bestätigt das.

Die Hunde Elfi und Yukon erschöpft von der Körperpflege. Quelle: Anja Schneider

Das Ergebnis: Die Menschen sind zufrieden, die Hunde erschöpft – aber strahlend sauber. Geduldig, hilfsbereit und aufmerksam stand uns das freundliche Personal der Dogma Tiernahrung zur Seite. Zwei Hundewäschen später treten wir die Rückfahrt an. Vollends ausgelaugt genießen Elfi und Yuko dicht aneinander gekuschelt den wohlverdienten Mittagsschlaf. Dieses offenbar fürchterliche Schockerlebnis hat die Redaktionshunde offenbar zusammengeschweißt.

Von Sabrina Lösch

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