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Umland Coswig testet diebstahlsicheres Fahrradschließfach am Bahnhof
Region Umland Coswig testet diebstahlsicheres Fahrradschließfach am Bahnhof
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12:01 01.10.2019
Steve Winter (l.) und Patrick Rabe haben das Sicherheitsschließfach für Zweiräder entwickelt. Quelle: Silvio Kuhnert
Coswig

Der Bahnhof in Coswig ist um 87 Pkw-Stellplätze reicher. Rund 200 Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt ist am Montag an der Robert-Blum-Straße der neue Park+Ride-Platz eröffnet worden. In dessen Bau haben der Freistaat Sachsen, die Elbestadt und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) gemeinsam über 350 000 Euro investiert. Aber auch für Fahrradfahrer hat der mit täglich rund 4800 Fahrgästen fünft-wichtigste Haltepunkt im VVO etwas zu bieten – und zwar eine Velobrix-Abstellanlage. Für zwei Monate wird das Sicherheitsschließfach für Zweiräder auf dem Bahnhofsvorplatz getestet.

Der Spezialcontainer steht direkt neben dem überdachten Fahrradstellplatz, den die Stadt Coswig vor rund 25 Jahren gemeinsam mit der neugebauten und behindertengerecht gestalteten Bushaltestelle eingeweiht hat. Sträucher säumen den Parkplatz für Pedalritter. Sie sollen eigentlich für grüne Akzente sorgen, ziehen aber nicht nur in der Dunkelheit wiederholt Langfinger an, die vom Blattwerk verdeckt Fahrradschlösser knacken und mit ihrem Diebesgut türmen.

Platz für 16 Fahrräder über zwei Etagen

Fahrraddiebstahl ist nicht nur ein Problem am Umsteigebahnhof Coswig. Auch der Chemnitzer Steve Winter hat vor gut zweieinhalb Jahren auf diese Weise sein Bike an der Hochschule Mittweida verloren. „Es muss doch eine sichere Abstellmöglichkeit geben“, dachte er sich gemeinsam mit Patrick Rabe. Die beiden Freunde gründeten daraufhin das Startup-Unternehmen RWC Factory und entwickelten Velobrix. Der Name für das Fahrradschließfach setzt sich aus dem Wort „Velo“, was aus dem Schweizerischen kommt und Fahrrad bedeutet, sowie dem Wort „brix“, was vom englischen Wort „brick“ abgeleitet wurde und Block bzw. Ziegel heißt, zusammen. „Block deswegen, weil die Form der Anlage einem Block sehr ähnelt“, erläuterte Winter.

Die beiden Wirtschaftsingenieure wollten ein einfaches, leicht zu bedienendes und robustes Sicherungssystem schaffen. Ein ISO-Container bildet die Grundlage eines Velobrix. Dieser bietet Platz für 16 Fahrräder über zwei Etagen. Mit dem Hinterrad zuerst schiebt der Nutzer sein Rad in die Box hinein und macht die Luke zu. Das Fahrrad ist sicher eingeschlossen.

Gebühr: 30 Cent für eine Stunde

Auch Helm und Fahrradtaschen finden in dem Fach Platz. Eine Lampe sorgt für Licht. An einer 230-Volt-Steckdose können Ladegeräte für E-Bikes und Pedelecs angesteckt werden. Registrierung und Bezahlung erfolgen unkompliziert über die EC-Karte. Die derzeitige Gebühr beträgt 30 Cent für eine Stunde, 50 Cent für zwei Stunden und 80 Cent bis zu vier Stunden. Danach wird die Tagesgebühr von zwei Euro fällig.

Die in Coswig aufgestellte Anlage kostet 58 000 Euro. Bei der Entwicklung ihres Velobrix fanden die beiden Jungunternehmer Unterstützung durch den Investor Erwin Trageser und der Unternehmens- und Startup-Beraterin Dr. Doris Schaller. Eine kleinere Variante der Fahrradabstellanlage möchte der VVO ab Ende Oktober am Haltepunkt Dresden-Klotzsche testen.

Von Silvio Kuhnert

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