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Umland Coronavirus-Krise: Gymnasium in Heidenau muss Skilager absagen
Region Umland Coronavirus-Krise: Gymnasium in Heidenau muss Skilager absagen
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16:10 06.03.2020
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Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Die Koffer dürften schon gepackt gewesen sein, jetzt kam durch die Coronakrise das Aus. „Nach der Einstufung Südtirols als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut (RKI) wird das diesjährige Skilager abgesagt“, musste der Leiter des Pestalozzi-Gymnasiums Heidenau, Frank Clausnitzer, am Freitag erklären.

Das RKI hatte am Freitag Südtirol zum Risikogebiet für Corona-Infektionen erklärt. Das war auch für das sächsische Kultusministerium Anlass, neue Informationen zum Umgang mit Klassenfahrten zu verbreiten. Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete sind von den Schulleitungen abzusagen, erklärte das Ministerium. Darüber hinaus seien schulische Reisen nach Italien, in die Volksrepublik China und nach Südkorea zunächst bis Ende April untersagt. Die Stornierungskosten würden vom Freistaat Sachsen übernommen. Das betrifft dann auch Skilager.

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Am Gymnasium Heidenau sollten Schüler der 9. Klasse des sportlichen Profils am Sonnabend die Reise antreten. Sie sollen nun am Montag zum Unterricht erscheinen, für den es einen Sonderplan mit Beginn ab 7.30 Uhr geben wird. Die komplette Planung für die kommende Woche soll am Montag bekanntgegeben werden.

Über den Umgang mit Personen, die aus Risikogebieten, wie zum Beispiel Südtirol, zurückkehren, entscheiden laut Kultusministerium die Gesundheitsämter vor Ort. Dies gelte beispielsweise für die Anordnung von vorsorglicher häuslicher Quarantäne. Die Schulen stünden hier in engem Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsämtern, hieß es im Ministerium.

Sollten Schüler von Quarantänemaßnahmen betroffen sein, entscheide die Schule vor Ort über die Unterrichtsform während der Quarantänezeit. So sei die Aufgabenvermittlung per Internet denkbar.

Schulfahrten und Schulveranstaltungen in Nichtrisikogebiete und im Inland seien nach derzeitigem Stand grundsätzlich weiterhin möglich.

Den Lehrkräften des Freistaates und allen anderen an Schulen Beschäftigten empfahl das Ministerium, bis auf Weiteres auch keine privaten Reisen in Risikogebiete zu unternehmen. Bisher seien von den zuständigen Gesundheitsämtern keine Einschränkungen für einzelne Schulen in Sachsen angeordnet worden, hieß es aus dem Ministerium.

Von Ingolf Pleil