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Umland Bundesweinprämierung: Das sind die besten Weine aus dem Elbtal
Region Umland Bundesweinprämierung: Das sind die besten Weine aus dem Elbtal
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11:32 22.10.2018
Ausgezeichnet: Zwei Weine und drei Sekte aus der Weinregion Sachsen gehören zu den besten in Deutschland. Quelle: dpa
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Dresden

Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat die Weine und Sekte bekanntgegeben, die in der Bundesweinprämierung 2018 ausgezeichnet wurden. Auch zwei Weine und drei Sekte aus der Weinregion Sachsen gehören zu den Besten.

Mehrere tausend Weine und Sekte werden jährlich von Wein-Experten im Rahmen der DLG-Bundesweinprämierung verkostet. Wer den Qualitätstest besteht, erhält eine Auszeichnung in Gold, Silber oder Bronze. Weine und Sekte, die in der Bewertung die Höchstpunktzahl erzielen, treten anschließend in einer Zusatzprüfung gegeneinander an. Die Sieger erhalten dann die Top-Auszeichnung „Goldener Preis Extra“.

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Sächsische Weinbauregion schnitt gut ab

In vier Prüfrunden testete die DLG dieses Jahr mehr als 4 000 Weine und Sekte aus allen deutschen Anbaugebieten. Dann vergaben die Weinexperten insgesamt 62 Gold Extra-, 903 Gold, 1 553 Silber- und 784 Bronze-Medaillen.

Die sächsische Weinbauregion schnitt dabei gut ab: Eine Gold-Auszeichnung erhielten die beiden Weine „Radebeuler Goldener Wagen“ des Sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth und „Morio Muskat“ der Winzergenossenschaft Meißen. Aber auch drei Sekte aus Sachsen wurden mit Gold prämiert: der Riesling des Weinguts Steffen Schabehorn in Coswig, die Scheurebe „Benno von Meißen“ der Winzergenossenschaft Meißen und die Scheurebe des Weinguts Schloss Wackerbarth. Letzterer erhielt dabei sogar die höchste Auszeichnung „Goldener Preis Extra“.

40 sächsische Weine preisgekrönt

Insgesamt wurden 40 sächsische Weine preisgekrönt: Neben den beiden „Gold-Weinen“ wurden auch 20 weitere für Silber und 18 für Bronze prämiert. Die DLG kürte außerdem zehn sächsische Sekte: hier erhielten drei den Gold-, sechs den Silber- und einer den Bronze-Status. Allerdings verzichteten zahlreiche renommierte Weingüter wie Prinz zur Lippe, Karl Friedrich Aust oder Klaus Zimmerling auf eine Teilnahme.

Der warme Frühling und der lange Sommer hat den sächsischen Winzern 2018 ein Ausnahmejahr beschert. Der Weinbauverband Sachsen rechnet deshalb auch mit einer sehr guten Qualität für dieses Erntejahr. Dennoch hätten sich einige Weinbauern vor allem im Juni etwas mehr Regen gewünscht. Das Urteil fällt trotzdem eindeutig aus: „Es war ein gutes Weinjahr. Erträge sehr gut, die Qualität der roten und weißen Burgundersorten sehr gut, auch der Tramin top“, erzählt der Radebeuler Winzer Karl Friedrich August.

Auch Sauvignon Blanc und Chardonnay aus dem Freistaat

Mit rund 500 Hektar bestockter Rebfläche gehört Sachsen zu den kleinsten Anbaugebieten in Deutschland. Mit der Klimaerwärmung erproben Sachsens Winzer zunehmend Weinsorten, die in der Region bisher nicht vertreten waren. Einige Weingüter haben beispielsweise begonnen, Sauvignon Blanc und Chardonnay anzubauen – Sorten die es hier zuvor noch nicht gab.

Die Qualitätsschau deutscher Weinkunst ist die einzige offizielle Weinprämierung auf Bundesebene. Seit 1951 findet der Wettbewerb bereits statt. Getestet werden jedes Jahr Weine und Sekte aus 13 Anbauregionen in ganz Deutschland. Wie gut der sächsische Wein von diesem Jahr ist, wird sich dann bei der Prämierung 2019 zeigen.

Von Annafried Schmidt