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Umland Brunnenengel thront nach 44 Jahren wieder am Museumsteich
Region Umland Brunnenengel thront nach 44 Jahren wieder am Museumsteich
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21:17 14.11.2018
Behutsam lenkten Steinmetzmeister Andreas Hempel (r.) und Markus Faust die zwei Tonnen schwere an einem Kranseil hängende Engelsfigur zum Sockel. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

44 Jahre lang war der Sockel im Museumsteich der Villa „Shatterhand“ in Radebeul verwaist. Nun thront im Garten des Karl-May-Museums wieder ein Engel. Am Mittwoch lieferte die Dresdner Steinmetzwerkstatt Hempel die rund zwei Tonnen schwere Statue an; am 1. Dezember anlässlich des 90. Geburtstags des Museums wird sie feierlich enthüllt.

Bei der 2,70 Meter großen Brunnenfigur handelt es sich quasi um das Geburtstagsgeschenk der Karl-May-Stiftung zum runden Jubiläum. „Sie hatte lange dafür Geld gesammelt“, berichtet Museumsdirektor Christian Wacker. Insgesamt 80000 Euro kamen unter anderem durch Spenden zusammen. Mit dem Bärenanteil wurde die Rekonstruktion der Engelsfigur finanziert, ein Teilbetrag fließt in die Ausgestaltung der Festveranstaltung zum Museumsjubiläum.

„Der Engel steht stellvertretend für das Spätwerk von Karl May“, sagt Wacker. Viele verbinden mit dem wohl bekanntesten Sohn der Lößnitzstadt Indianer- und Abenteuergeschichten. In seinen letzten Werken hat sich der Schriftsteller (1842-1912) auch mit ethischen Fragen befasst und war bekennender Anhänger der Friedensbewegung. So tauchen beispielsweise in seinem zweibändigen Roman „Ardistan und Dschinnistan“ in der Wüste ausgetrocknete Brunnen auf, die engelförmige Figuren zieren.

Ob seine Frau das Ende des 1. Weltkrieges zum Anlass nahm, die Engelsfigur, die an Karl May als Friedensfreund und Pazifist erinnert, bei Bildhauer Peter Peterich in Auftrag zu geben, ist nicht bekannt. Jedenfalls begann er 1918 die Skulptur aus Postaer Sandstein zu schlagen. Ab 1920 stand sie auf dem Sockel am Museumsteich. Im Jahr 1974 wurde die Figur demoliert – jemand schlug ihr die Hand mit dem Kelch ab – und danach vom Sockel entfernt. Die Gründe für die Demontage sind unbekannt.

Mit der Idee, den Brunnenengel zu rekonstruieren gingen Karl-May-Stiftung und -Museum schon längere Zeit schwanger. In diesem Jahr setzten sie das Projekt um. Zeichnungen und Entwürfe der Originalfigur waren nicht überliefert. Daher mussten Fotografien als Vorlage dienen. Anhand von Fotos fertigte Romy Kumann ein Gipsmodell. Dies wiederum nutzte Steinmetz Markus Faust als Vorlage und schlug wie einst Peter Peterich die Figur aus Postaer Sandstein.

Am gestrigen Mittwoch wurde das Schwergewicht wieder auf den Sockel am Museumsteich gehievt. Liegend brachten Steinmetzmeister Andreas Hempel und Markus Faust auf einem Transporter den Engel aus der Werkstatt an der Wehelner Straße in Dresden zur Karl-May-Straße vor der Villa „Shatterhand“. Nachdem sie abgeladen war, richteten die beiden sie mit einem Gabelstapler behutsam auf. Mit diesem Gerät wurde sie in den Garten gefahren, wo sie dann an einem Kranseil hängend zu ihrem Bestimmungsort schwebte. Rund zwei Stunden dauerte diese Millimeterarbeit.

Zum Museumsgeburtstag am 1. Dezember wird nicht nur der Brunnenengel feierlich eingeweiht, sondern auch die neue Jahresausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Und Friede auf Erden!“ wird die Zeit der Friedensbewegung im späten 19. Jahrhundert bis zum Tode Karl Mays 1912 erzählt und in einen Kontext gestellt zu heutigen Gruppen, die aktiv für den Weltfrieden eintreten. Neben Ausstellungsstücken aus der eigenen Sammlung werden Leihgaben aus verschiedenen Partnermuseen gezeigt.

Von Silvio Kuhnert

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