Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Bau an Ostumfahrung Dresden geht planmäßig weiter
Region Umland Bau an Ostumfahrung Dresden geht planmäßig weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 28.03.2019
Symbolfoto. Quelle: dpa
Anzeige
Leppersdorf

Die Arbeiten an der Ostumfahrung Dresden (Staatsstraße 177) gehen bei Leppersdorf wie geplant weiter. Das teilte das sächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium auf DNN-Anfrage mit. „Das umfasst Baumaßnahmen an den Brückenbauwerken und den Bau von zwei Regenrückhaltebecken voraussichtlich im Sommer“, führte Pressereferentin Kathleen Brühl aus. Im kommenden Jahr sollen dann die Streckenbauarbeiten, sprich der Bau der dreispurigen und 5,3 Kilometer langen Fahrbahn zwischen Autobahn 4 und Radeberg der Ortsumgehung Leppersdorf beginnen – „vorbehaltlich der zu Verfügung stehenden Haushaltsmittel“, so Brühl.

Für Verwirrung über die verfügbaren Finanzmittel hatte ein Bericht der Zeitung mit den vier großen Buchstaben gesorgt. Danach soll das Ministerium von Martin Dulig (SPD) versäumt haben, 20 Millionen Euro für den Neubau von Staatsstraßen im diesjährigen Finanzplan anzumelden. Zudem sollen rund 8,2 Millionen Euro in 2018 nicht verbaute Mittel nicht rechtzeitig in das diesjährige Budget übertragen worden sein. Daher könne der Straßenbau auf der S 177erst in 2020 starten.

Anzeige

Wie Pressereferentin Brühl informiert, stehen im Freistaat dieses Jahr rund 106 Millionen Euro für den Staatsstraßenbau zur Verfügung, „die sich aus 98 Millionen Euro aus dem vom Sächsischen Landtag beschlossenen Doppelhaushalt sowie Ausgaberesten in Höhe von 8,2 Millionen Euro aus dem Jahr 2018 zusammensetzen.“ Die Übertragung der Reste sei seitens des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums regulär beim Finanzministerium beantragt und durch das Finanzressort bereits übertragen worden.

Mit diesen Mitteln sollen im Bereich der Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zahlreiche bereits im vorigen Jahr begonnene Bauvorhaben fortgeführt und acht neue auf Staatsstraßen begonnen werden. Auf der Agenda stehen unter anderem der Deckenbau auf der S 169 zwischen Bad Schandau und Krippen, Fahrbahnerneuerungen auf der S 171 in und südlich Bielatal sowie auf der S 173 in und südlich Cotta. In Cunnersdorf lässt das Lasuv zwei Brücken instand setzen. Bei der Ostumfahrung Dresden (S 177) sind im Neubauabschnitt zwischen Wünschendorf und Eschdorf vorbereitende Arbeiten geplant.

„Die Haushaltsmittel reichen aus, um die bereits begonnenen Maßnahmen fortzuführen und die Straßen einem den regelmäßigen Verkehrsbedürfnissen genügendem Zustand zu bauen, zu unterhalten und zu erweitern“, versichert Brühl. Gemäß dem Grundsatz „Erhaltung vor Neubau“ liegt der Fokus darauf, die Beschaffenheit der vorhandenen Straßen über Fahrbahnerneuerungen oder grundhaften Ausbau zu verbessern. „Tatsächlich neue Staatsstraßenbaumaßnahmen sind auf Grund des vorhandenen Netzes nur mehr in wenigen Fällen notwendig“, so Brühl.

Von Silvio Kuhnert