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Umland Bahn will mehr Schallschutzwände in Coswig und Weinböhla bauen
Region Umland Bahn will mehr Schallschutzwände in Coswig und Weinböhla bauen
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21:39 27.11.2019
An der Stadtgrenze von Radebeul und Coswig wurde bereits eine Lärmschutzwand an der Berliner Bahn errichtet. Weitere sollen auf beiden Seiten entlang der Trasse bis zum Ende Weinböhlas folgen. Quelle: Silvio Kuhnert
Coswig/Weinböhla

Mehr Lärmschutz möchte die Deutsche Bahn in Coswig und Weinböhla entlang der Bahnstrecke Dresden-Berlin schaffen. Zu den bereits in der Planung weit fortgeschrittenen Vorhaben im Zuge der sogenannten „Machbarkeitsuntersuchung Elbtal“ sollen über das Programm „Lärmsanierung an den bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ Schallschutzwände mit einer Länge von zusammen 3,5 Kilometer in der Elbestadt sowie von rund vier Kilometern in der Nachbargemeinde hinzukommen.

Darüber hinaus könnten 382 Haushalte in Coswig sowie 275 Gebäude in Weinböhla Schallschutzfenster bekommen, wenn derartige passive Lärmschutzmaßnahmen in den Häusern noch nicht vorhanden sind.

Einsatz lauter Güterwagen bis Ende 2020 verboten

Über die Vorhaben zur Minimierung des Bahnlärms informierten Vertreter des Unternehmens in beiden Kommunen. Die Maßnahmen sollen eine Halbierung der Lärmbelastung bringen, kündigten Sabine Müller, Vertreterin des Projektes Lärmsanierung bei der Deutschen Bahn, und Christian Krenz vom mit der Planung beauftragten Ingenieurbüro A.I.T. an.

Des Weiteren lässt die Bahn bis 2020 rund 63.000 Wagen der DB Cargo auf Verbundstoffsohlen, die sogenannten Flüsterbremsen, umrüsten und den Einsatz lauter Güterwagen bis Ende nächsten Jahres verbieten. Auf diese Umrüstung setzt Weinböhlas Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU) die größte Hoffnung auf eine deutlich spürbare Lärmreduzierung. Derzeit rollen auf der Bahnstrecke Dresden-Berlin durch beide Kommunen am Tag 82 und nachts 27 Züge, davon 33 beziehungsweise 22 Güterzüge.

Zwei Schallschutzwände ab Herbst 2021

Bei den im Zuge der „Machbarkeitsuntersuchung Elbtal geplanten Arbeiten ist in Weinböhla die Errichtung von 574 Meter Schallschutzwänden geplant, die sich überwiegend entlang der Bahnhofstraße und Martinstraße im Zentrum zwischen der Bahnunterführung Brückenstraße und Sachsenstraße befinden und einen halben Meter hoch sind. Zudem werden in dem Bereich sowie entlang der Berliner Straße Stützwände mit einer hochabsorbierenden Wandverkleidung und Geländer mit Lärmschutzelementen versehen. Coswig soll über dieses Programm ab Herbst 2021 zwei Lärmschutzwände in Höhe des Fachkrankenhauses und der Lößnitzstraße erhalten.

Über das Lärmsanierungsprogramm plant die Bahn den Bau von fünf weiteren Lärmschutzwänden in der Elbestadt, in Weinböhla sind acht weitere geplant. Sie erstrecken sich jeweils entlang der Bahntrasse, an die Wohnbebauung angrenzt. Die Wände sind 2,50 oder drei Meter hoch und bestehen aus Aluminiumblech. Mit der Errichtung soll in Coswig voraussichtlich im Jahr 2023 und in Weinböhla in 2024 begonnen werden. Bis Mitte 2026 sind alle Arbeiten abgeschlossen.

In den Bau der zusammenaddiert rund vier Kilometer langen Schallschutzwand in Weinböhla investiert die Bahn etwa 9,5 Millionen Euro. Die Bausumme übernimmt zu 100 Prozent der Bund. Beim Einbau von Schallschutzfenstern müssen die Eigentümer 25 Prozent der Baukosten selbst tragen.

Von Silvio Kuhnert

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