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Umland Babyleiche von Dohna - Mutter zu 3 Jahren Haft verurteilt
Region Umland Babyleiche von Dohna - Mutter zu 3 Jahren Haft verurteilt
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15:35 10.03.2016
Susanne B. musste sich vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Quelle: ml
Dresden

Fast ein Jahr nach dem Fund einer Babyleiche in Dohna (Sächsische Schweiz) ist die Mutter wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach Angaben der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts hat sie Ende März 2015 ihr viertes Kind heimlich in der Badewanne zur Welt gebracht - und ignoriert. „Sie hat billigend in Kauf genommen, dass es lebensfähig war und nichts unternommen, um das zu prüfen“, sagte Richterin Birgit Wiegand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, aber die Angeklagte nimmt es nach Angaben ihrer Anwältin an.

Susanne B., die nach Erkenntnissen des Gerichts über Jahre ohne größere Folgen die Droge Crystal nahm, hatte die neuerliche Schwangerschaft verdrängt. Die gelernte Verkäuferin galt als fürsorgliche Mutter zweier Söhne und Töchter, die zwischen 2009 und 2014 zur Welt gekommen waren. Fragen nach ihrem Zustand sowie Hilfsangebote von Nachbarn und Behörden hatte sie abgeblockt und auch ihrer Familie gegenüber die Lage verheimlicht. Das Mädchen, das später den Namen Emma erhielt, kam in der Badewanne zur Welt. „Die Angeklagte lag danach fast starr 15 Minuten im Wasser, ohne etwas zu tun“, sagte Wiegand. Fünf Tage später fand die Polizei die Babyleiche auf dem Dachboden des Wohnhauses in einer Kühltasche.

Laut Wiegand hatte die Kleine bei der Geburt geatmet, war aber in einem kaum lebensfähigen Zustand. Wegen des langen und hohen Crystal-Konsums der Mutter habe das Kind eine für normale Erwachsene tödliche Dosis Metamphetamin im Körper gehabt. Sie hätte auch bei sofortiger intensivmedizinischer Hilfe möglicherweise nur für Minuten gelebt. Die Kammer ging auch deshalb von einem minderschweren Fall aus.

Zudem wertete sie das umfangreiche Geständnis, ehrliche Reue und den Willen zur Veränderung zugunsten der 26-Jährigen. Zur Last legte sie der Angeklagten neben der Untätigkeit bei der Geburt des Kindes, dass sie „total dicht machte“, trotz Überforderung Hilfe ablehnte und wider besseren Wissens weiter Drogen nahm. Susanne B., die in der Untersuchungshaft einen Entzug gemacht hat, will eine stationäre Drogen- und Verhaltenstherapie machen und laut Verteidigerin Marina Meissner „alsbald ihre Kinder wiederbekommen“.

dpa

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