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Umland Ausstellung im Stadtmuseum: Eine Hommage an Taddeus Punkt und Struppi
Region Umland Ausstellung im Stadtmuseum: Eine Hommage an Taddeus Punkt und Struppi
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14:59 24.01.2020
Heinz Fülfes Sohn Andreas hat dem Stadtmuseum Pirna die Originalpuppen von Struppi, Flax und Krümel geschenkt. Quelle: Daniel Förster
Pirna

Plüschhund Struppi, Flax und Krümel sowie Frau Elster sind jetzt Pirnaer. Die Originalpuppen der bekannten Figuren aus dem DDR-Fernsehen, mit denen einst Heinz Fülfe (1920-1994) regelmäßig im Abendgruß des Sandmännchens auftrat, die er erfand oder denen er die Stimme gab – sie alle sind nun Teil der Sammlungen des Stadtmuseums. „Dank der Schenkung seines Sohnes Andreas Fülfe können wir dem Publikum ein Stück Kindheitsgeschichte und ostdeutscher Identität zugänglich machen“, sagt Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP).

Mit der Sonderausstellung „Zwischen Märchenwald und Staffelei“ ehrt das Stadtmuseum ab 25. Januar den Puppenspieler und Bühnenbildner, der am 5. Januar 100 Jahre alt geworden wäre.

Für Struppi, mit dem Heinz Fülfe als Schnellzeichner Taddeus Punkt vielen in Erinnerung blieb, ist es sogar eine Rückkehr in die Heimat. Denn das erste Tier im Kinderfernsehen des Deutschen Fernsehfunks stammt aus Hohnstein. „Dort entwarf Gewandschneiderin Friedel Kostor in den 1940er Jahren den kleinen Hund für die dort ansässige Puppenbühne“, berichtet Ausstellungskuratorin Gerburg Sturm.

Puppenbühne „Die Pirnaer“

Von dort kam er nach Pirna, wo Heinz Fülfe nach dem Zweiten Weltkrieg am Volkstheater als Kulissenmaler, Musiker, Tänzer und Schauspieler arbeitete. Wolfgang Hensel holte ihn um 1950 an seine Puppenbühne „Die Pirnaer“. Als Fülfe fünf Jahre später das Ensemble in Richtung Berlin verließ, um fürs Fernsehen zu arbeiten, nahm er Struppi mit.

Der gebürtige Freiberger blieb der Sächsischen Schweiz dennoch treu. Für die von ihm und seiner Frau Ingeburg begründete Puppenspiel-Fernsehserie „Flax und Krümel“ richtete er ein Studio mit Bühnenbildwerkstatt und Aufnahmeraum auf der Festung Königstein ein, wo von 1961 bis 1967 zahlreiche Episoden entstanden.

„Ich möchte, dass mein Vater erlebbar bleibt“

Weil sein Sohn Andreas viele schöne Erinnerungen an seine Kindheit auf der Festung hat und sein Vater gebürtiger Sachse und Pirnaer mit Leib und Seele war, entschloss er sich, den Nachlass seines Vaters bestehend aus Bildern, Urkunden, Dokumenten und Originalpuppen der Fernsehgeschichte zu übergeben. „Ich möchte, dass mein Vater erlebbar bleibt“, sagt der Museologe im Ruhestand aus Berlin.

In der Sonderausstellung erfahren Besucher bis 26. April 2020 nicht nur von Heinz Fülfes Arbeit an der Puppenbühne in Pirna oder beim Fernsehfunk, sie sehen auch eine Auswahl der rund 40 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, die er zwischen 1945 und 1989 schuf.

Von Silvio Kuhnert

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