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Umland Für Bau der Aussichtsplattform: Felssicherung am Basteifelsen hat begonnen
Region Umland

Aussichtsplattform Bastei: Felssicherung hat begonnen

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17:39 30.09.2020
Der Basteifelsen im Nationalpark Sächsische Schweiz. Bis 2016 konnten Besucher bis ganz an den Rand gehen. Quelle: dpa/Sebastian Kahnert
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Dresden/Rathen

Vor dem Bau der neuen Aussichtsplattform auf dem beliebten Basteifelsen in der Sächsischen Schweiz haben am Dienstag die Vorbereitungen für die Felssicherungsmaßnahmen begonnen. In den nächsten zwei Wochen erfolgen abschnittsweise Arbeiten, die artenschutzfachlich begleitet werden, wie das Sächsische Immobilien- und Baumanagement in Dresden mitteilte. Dabei würden Felsklüfte und -höhlen zunächst provisorisch verschlossen, damit Tiere diese während der Baumaßnahmen nicht als Quartier nutzen.

2,5 Millionen Euro für die Plattform

Die moderne Bastei-Aussichtsplattform soll bis 2022 entstehen. Geplant ist ein Steg, der sich lediglich im hinteren Bereich auf dem Sandsteinfelsen abstützt und im vorderen Bereich in geringer Höhe frei über diesem schwebt. Die Kosten für die etwa 20 Meter lange und 3,5 Meter breite Touristenattraktion werden auf rund 2,5 Millionen Euro beziffert. Die Maßnahmen zur Sicherung sollen 2021 beginnen.

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So sieht die Visualisierung des schwebenden Aussichtsstegs (Blick nach Süden) aus. Quelle: Freiraumplanung mit System. LandschaftsArchtitekten

Für die schwebende Konstruktion war wegen der Lage des Basteifelsens in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz eine naturschutzfachliche Genehmigung notwendig. Die Landesdirektion Sachsen hatte diese Mitte Juli erteilt. Vorausgegangen war ein einjähriges Monitoring von Flora und Fauna.

Die Felsformation Bastei in der Sächsischen Schweiz zählt jährlich mehr als eine Million Touristen. Der vorderen Teil der Basteiaussicht musste 2016 wegen des schlechten Zustandes des Felsuntergrundes gesperrt werden. Bei der Sicherung des Felsplateaus wurden der Belag und das Geländer der früheren Aussichtsplattform zum Teil zurückgebaut sowie die Felsoberfläche abgedichtet.

Von dpa