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Umland Angst vor Frostschäden: Wackerbarth entfacht Feuer in Junganlage
Region Umland Angst vor Frostschäden: Wackerbarth entfacht Feuer in Junganlage
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16:39 25.04.2016
Quelle: dpa
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Radebeul

Aus Angst vor Frostschäden hat das Staatsweingut Schloss Wackerbarth zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen: Um die Junganlagen auf der Seußlitzer Heinrichsburg (Landkreis Meißen) zu schützen, wurden in der Nacht zum Montag rund 150 kleine, kontrollierte Feuer im Weinberg entfacht. „Späte Frostperioden bedrohen vor allem die Knospen der Rebstöcke, die durch die plötzliche Kälte braun werden und abfallen“, sagte Sprecher Martin Junge am Montag.

Angesichts des kühlen Aprilwetters rät auch der Landesverband Sächsisches Obst zur Vorsorge. „Bei Erdbeeren wird es problematisch, wenn die nicht abgedeckt sind“, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Jentzsch. Bei Temperaturen unter null Grad könnten die Blüten erfrieren. Auch wenn derzeit noch keine größeren Schäden bekannt sind, sehen die Obstbauern das kühle Wetter mit Sorge: „Insekten fliegen nicht, es findet keine Bestäubung statt“, erklärte Jentzsch. Auch die Kirschen seien in Blüte, weitere Frostnächte könnten den Ertrag mindern.

Der Weinbauverband Sachsen meldet nach einer Umfrage unter den Winzern keine Schäden. Zwar seien die Reben vor allem bei den frühen Sorten wie Müller-Thurgau und Weißburgunder schon weit ausgetrieben, in Blüte stünden sie allerdings noch nicht. „Dennoch hängt der Frost jetzt wie ein Damoklesschwert über uns“, sagte Verbandschef Christoph Reiner.

dpa

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