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Umland An der Grundschule Kötzschenbroda muss die Stadt den Brandschutz sofort verbessern
Region Umland An der Grundschule Kötzschenbroda muss die Stadt den Brandschutz sofort verbessern
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19:13 17.09.2019
Das Gebäude der Grundschule Kötzschenbroda wurde 1904 eingeweiht. Der Brandschutz ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Quelle: Silvio Kuhnert
Radebeul

Bei der Verbesserung des Brandschutzes an der Grundschule Kötzschenbroda ist die Stadt Radebeul zum Handeln gezwungen. Ursprünglich wollte sie das Problem bis Sommer 2023 mittels eines Anbaus für einen zweiten Rettungsweg sowie über eine grundhafte Sanierung des Hauptgebäudes lösen. Doch mit dieser Zeitschiene geben sich die Aufsichtsbehörden nicht zufrieden.

„Die Betriebserlaubnis des denkmalgeschützten, 1904 errichteten, Schulgebäudes ist nach Ortsbesichtigung durch die Unfallkasse nur noch mit Auflage erteilt“, informiert die Verwaltung den Stadtrat. Die Rettungswege müssten entsprechend den heutigen baurechtlichen Anforderungen bis Ende dieses Jahres nachgewiesen werden. Daher schlägt die Verwaltung den Räten auf der nächsten Sitzung eine Zwischenlösung vor.

Im Brandfall kann sich Rauch ungehindert im ganzen Haus ausbreiten

„Im bestehenden Treppenhaus werden bei laufendem Schulbetrieb Brandschutzabschnitte gebildet“, berichtet Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Denn das derzeitige Problem ist, dass die innenliegende Treppenanlage über alle Ebenen offen und von den Fluren nicht getrennt ist. Im Brandfall kann sich Rauch ungehindert im ganzen Haus ausbreiten. Daher lässt die Stadt nun Brandschutztüren einbauen.

Damit die rund 200 Schüler über das Treppenhaus noch schneller ins Freie gelangen, wird ein auf der Westseite gelegener Holzschuppen abgerissen, um Platz für den Einbau einer neuen Außentür zu schaffen.

Ein zweiter Fluchtweg fehlt derzeit gänzlich. Bislang wollte die Lößnitzstadt diesen über einen massiven Anbau, in dem auch neue Sanitäranlagen Platz finden sollen, realisieren. Doch dessen Bau ist in der nun gesetzten Frist nicht zu schaffen. Deshalb muss ein Provisorium her. Am südlichen Giebel der Westfassade wird als Interimslösung eine Stahltreppe angebaut.

360 000 Euro erforderlich

Die Baukosten für die zweite Fluchttreppe betragen rund 95 000 Euro und gelten als „verlorene Kosten“. Denn im Zuge der späteren grundhaften Instandsetzung sowie der Errichtung des Anbaus wird die Stahltreppe wieder entfernt. Für die brandschutztechnische Ertüchtigung im Inneren des Schulhauses sind rund 360 000 Euro erforderlich. Hierbei handelt es sich um vorgezogene Bauarbeiten der endgültigen Gesamtsanierung. Wenn der Stadtrat am Mittwochabend grünes Licht gibt, beginnt die Verwaltung sofort mit der Umsetzung der geforderten Brandschutzmaßnahmen.

Für die Stahltreppe liegt eine Nutzungsgenehmigung für zehn Jahre vor. Bis 2029 soll sie jedoch nicht stehen bleiben. Denn die Stadt verfolgt weiter den Plan, die rund 2,7 Millionen Euro teure Gesamtsanierung mit Mitteln aus dem Topf für das Sanierungsgebiet „Stadtzentrum Radebeul-West“ zu stemmen, wenn ein Zuschuss aus der Schulhausbauförderung des Freistaates ausbleibt. Die Städtebaufördermittel stehen nur bis Ende 2023 zur Verfügung.

Von Silvio Kuhnert

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