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Umland Amt setzt Kontrollen von Weinbauern fort
Region Umland Amt setzt Kontrollen von Weinbauern fort
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12:07 24.07.2019
Goldriesling-Trauben in einem Pillnitzer Weinberg. Quelle: dpa
Meißen

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie beginnt derzeit wieder mit Kontrollen in sächsischen Weinbaubetrieben. Konkret geht es um den Pflanzenschutz, teilte die Behörde auf Anfrage mit. Im vergangenen Jahr waren 13 Betriebskontrollen ohne Befund, in vier Fällen hat das Amt jedoch Verwarn- und Bußgelder verhängt. Eine Sprecherin sagte, in zwei Fällen seien Pflanzenschutzmittel ohne erforderlichen Sachkundenachweis ausgebracht worden. In einem weiteren Betrieb wurde der Einsatz von Spritzmitteln nicht dokumentiert. Zudem hatte der Weinbauer keine aktuelle Fortbildung zum Pflanzenschutz absolviert. Ferner wurde ihm durch Blattproben von seinen Rebstöcken der Einsatz eines seit Juli 2016 im Weinbau nicht mehr zugelassenen Mittels nachgewiesen. Blattproben überführten auch einen weiteren Weinbauern. Dieser hatte den Angaben zufolge ein seit Januar 2013 im Weinbau nicht mehr zugelassenes Pflanzenschutzmittel verbotenerweise eingesetzt. Details zu den Chemikalien und Namen der Weinbauern nannte das Amt nicht.

Die Amtsmitarbeiter wollen in diesem Sommer unter anderem Erstkontrollen durchführen. Die Betriebe würden zufällig und risikoorientiert ausgewählt, hieß es. Als risikoorientiert gelten den Angaben zufolge etwa Weinbaubetriebe mit Ausschank und Weinproben. Aber auch Betriebe und Kleinwinzer, die schon bei vorhergehenden Kontrollen aufgefallen waren, müssen sich erneut auf Besuch von Kontrolleuren einstellen. In Sachsen sind knapp 2100 Winzer gemeldet, mehr als 2000 davon sind Kleinwinzer. Weniger als 40 Winzer betreiben Haupterwerbsbetriebe.

Anfang 2016 war öffentlich bekanntgeworden, dass – wie sich schnell zeigte – gleich mehrere sächsische Weinbauern im Weinbau gar nicht zugelassene oder nicht mehr zugelassene Pflanzenschutzmittel eingesetzt hatten. Eine Traubenprobe hatte den sogenannten Weinskandal ins Rollen gebracht. Die sächsischen Behörden hatten daraufhin Nachweisgrenzen für Rückstände im fertigen Wein verschärft, mehrere Hunderttausend Liter Sachsenwein konnten nicht verkauft werden. Der Gesamtschaden für die Branche wurde nie beziffert, nur die Namen eines Teils der betroffenen Betriebe wurden publik.

Seit Herbst 2016 werden sicherheitshalber alle Qualitäts- und Prädikatsweine verbindlich bei der Landesanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen auf Rückstände von unerlaubten Pflanzenschutzmitteln kontrolliert, bevor sie in den Handel oder Ausschank kommen. Sekt, Land- und Glühweine sowie Federweißer werden stichprobenartig untersucht. Hinzu kommen die Pflanzenschutzkontrollen bei den Weinbauern und in Weingütern. Die Kosten für die Kontrollen trägt der Steuerzahler. Landwirtschafts- und Gesundheitsbehörden arbeiten bei der Überwachung der Winzer und ihres Weins mehr oder weniger Hand in Hand.

Von Lars Müller

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