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Umland Neues Baumhaus für Moritzburger Kinderdorf
Region Umland

Albert-Schweitzer-Kinderdorf bei Moritzburg braucht ein neues Baumhaus.

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10:25 25.12.2020
Das rund 15 Jahre alte Holzhaus ist in maroden Zustand - ein neues Baumhaus muss her.
Das rund 15 Jahre alte Holzhaus ist in maroden Zustand - ein neues Baumhaus muss her. Quelle: Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V.
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Moritzburg

„Mal ist sie eine Ritterburg, die es vor Angreifern zu schützen gilt, mal ist sie die erste Adresse für Kaffeekränzchen mit Puppen und Kuscheltieren“, erzählt Daniela Bachmann. Die Bereichsleiterin des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Steinbach, einem Ortsteil von Moritzburg, weiß wie sehr das Baumhaus den Kindern am Herzen liegt. Bereits im Sommer sollte der Lieblingsort des Kinderdorfes saniert werden.

Doch ein Gutachten stellte fest, dass das marode Haus komplett erneuert werden muss. Das Holz ist so morsch, dass es mit Flatterband abgesperrt wurde. Ein Neues wird rund 2500 Euro kosten. Seit September wurde dafür Spenden gesammelt. „Die Summe haben wir fast zusammen“, erklärt Maria Grahl vom Kinderdorf. Im nächsten Jahr soll ein neues Baumhaus gebaut werden.

Sieben Häuser für je bis zu sechs Kinder

200 Euro brachte der Musiker Alexander Teich vorbei. Bei seinem Besuch im Dezember hatte der Dresdner neben der Spende sein Weihnachtslied „Danke, lieber Weihnachtsmann“ im Gepäck. Sieben CDs schenkte der Künstler dem Verein – ein Exemplar für jedes der sieben Projekt-Häuser. Die Inspiration für sein erstes Soloprojekt lieferten ihm seine eigenen Kinder. Im Hochsommer diesen Jahres produzierte er die Lieder gemeinsam mit Dresdner Musikern und Kindern.

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Für das Cover engagierte er den Meißner Künstler Kay Leonhardt. Dieser stiftet die Hälfte der 200-Euro-Baumhausspende. Mit den CDs wollte er die Arbeit des Vereins unterstützen und gleichzeitig den Kindern in der Weihnachtszeit eine Freude bereiten. „Manche können nicht in ihrer Familie leben und finden hier im Kinderdorf ein neues Zuhause“, sagte der Pianist der Rock’n’Roll-Band „The Firebirds“.

Weiterlesen: Dresdner Firebirds-Mitglied bringt Weihnachts-CD raus

In jedem der sieben Häuser des Kinderdorfs leben bis zu sechs Kinder – zusammen mit den Kinderdorfeltern und deren leiblichen Kindern. Als Familie gestalten sie gemeinsam den Alltag. Eines der Häuser – das Haus „Sternstunden“ – wurde umfangreich renoviert und soll demnächst wieder von einer familiennahen Wohngruppe bezogen werden. Zuvor wurde es 20 Jahre von einer Familie bewohnt, bis die eignen und betreuten Kinder groß geworden waren. Erst Anfang 2021 sollen wieder neue Kinder in das Haus einziehen. Doch dafür braucht der Verein noch grünes Licht von der kommunalen Verwaltung. Wegen der Corona-Pandemie – Abstandsregeln, Homeoffice und Besuchsverboten – lässt die Betriebserlaubnis der Ämter auf sich warten.

Von Sören Hinze