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Umland Akute Felssturzgefahr am Personenaufzug Bad Schandau
Region Umland Akute Felssturzgefahr am Personenaufzug Bad Schandau
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08:39 23.02.2019
Die steinerne Wand am Personenaufzug Bad Schandau birgt Felssturzgefahr. Quelle: Mike Jäger
Bad Schandau

Ein rot-weißes Absperrband wedelt im Wind, ein Warnschild weist auf die besondere Situation am Personenaufzug in Bad Schandau hin: Der Sandstein am historischen Bauwerk bröckelt. Die 50 Meter hohe Aufzugsanlage ist zwar weiterhin in Betrieb, der behindertengerechte Zugang wurde allerdings gesperrt – wegen „akuter Baum- und Felssturzgefahr“, wie es von der Stadt heißt.

Ein Schild weist auf die akute Gefahrenlage am Personenaufzug hin. Quelle: Mike Jäger

„Im Januar wurde bei Baumfällarbeiten am Personenaufzug lockeres Gestein in der Felswand festgestellt“, bestätigt Andrea Wötzel, Verwaltungskoordinatorin im Schandauer Rathaus. Das Ingenieurbüro Bartsch untersuchte daraufhin die Felswand. Die Experten kamen zu dem Schluss, dass das Gestein befestigt und gesichert werden müsse.

Ein Felsexperte begutachtet den Sandstein am historischen Personenaufzug. Quelle: Mike Jäger

Die Stadt Bad Schandau plädierte von Anfang an für eine schnelle Lösung. Bei seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch hat der Schandauer Stadtrat über die Vergabe der Felssicherungsarbeiten am Aufzug abgestimmt. Schon am Montag wird die nun beauftragte Fachfirma BST Freiberg GmbH beginnen, die bröckelige Felswand mit Netzen und Nägeln zu sichern. Die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Wochen an und kosten die Stadt nach eigenen Angaben rund 45 000 Euro.

Dass die Sicherungsmaßnahmen so zeitnah beginnen, hätte in der Stadtverwaltung kaum einer gedacht: „Wider Erwarten haben wir sehr schnell eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erhalten. Das dauert erfahrungsgemäß deutlich länger“, erklärt Wötzel.

Ende März könnte die Felssturzgefahr am 115 Jahre alten Personenaufzug also gebannt sein – und auch Rollstuhlfahrern bietet sich von der Aussichtsplattform dann wieder ein weiter Blick über das Elbtal, vom Großen Winterberg oberhalb von Schmilka bis zum Lilienstein.

Von Junes Semmoudi

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