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Region Umland

Afrikanische Schweinepest: Moritzburger Wildschweine werden getötet

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17:22 22.10.2021
Die Wildschweine im Moritzburger Wildgehege – hier eine Aufnahme aus dem Juli 2020 - werden getötet.
Die Wildschweine im Moritzburger Wildgehege – hier eine Aufnahme aus dem Juli 2020 - werden getötet. Quelle: Steffen Manig
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Moritzburg

Nun also doch: Die Wildschweine im Wildgehege Moritzburg werden getötet. Zuvor hatten sich sowohl der Leiter des Geheges als auch der Forstbezirk Dresden um eine Ausnahmegenehmigung bemüht – vergeblich.

Das Veterinäramt des Landkreises Meißen hatte die Tötung angeordnet, nachdem am 8. Oktober ein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziertes freilaufendes Wildschwein im Landkreis Meißen geschossen worden war.

Wegen der Nähe zum Ausbruchsort – dem ersten außerhalb des Landkreises Görlitz, wo die Schweinepest am 31. Oktober 2020 erstmals in Sachsen aufgetreten war – ist eine Freilandhaltung derzeit nicht möglich.

Ein Umzug in ein anderes Gatter wurde geprüft, aber verworfen. Die Unterbringung in Ställen sei für die Tiere auch keine erträgliche Lösung. „Diese Isolation wäre eine Qual für die Wildschweine, die es sonst gewohnt sind, Tag und Nacht unter freiem Himmel zu suhlen. Sie dürften keinen Kontakt mehr zu Besuchern haben“, erläutert das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt die Entscheidung zur Tötung, die „schweren Herzens“ getroffen worden sei.

Von fkä