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Umland 2019 wird die Meißner Straße saniert
Region Umland 2019 wird die Meißner Straße saniert
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16:44 19.10.2018
Die Meißner Straße befindet sich zwischen Rennerbergstraße und Dr.-Külz-Straße in einem schlimmen Zustand. 2019 wird dort saniert.
Die Meißner Straße befindet sich zwischen Rennerbergstraße und Dr.-Külz-Straße in einem schlimmen Zustand. 2019 wird dort saniert. Quelle: Uwe Hofmann
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Radebeul

Nun aber wirklich: Anfang Februar 2019 wird einer der schlimmsten Abschnitte auf Radebeuls Hauptverkehrsader Meißner Straße saniert. Die Ausschreibung für die Bauleistung laufe noch bis Ende des Monats, sagt die Straßenbauverantwortliche Marlies Wernicke. Der Bau war eigentlich bereits in diesem Jahr geplant, platzte aber wegen Rechtsstreitigkeiten. Diese wurden im September außergerichtlich beigelegt. DNN analysieren, was an der Meißner Straße auf die Radebeuler zukommt.

Worum geht es?

Um den Ausbau der Meißner Straße zwischen Rennerbergstraße und Dr.-Külz-Ring. Dort rattern Autos noch über altes Pflaster, Straßenbahnen fahren wegen des schlechtes Gleiszustandes teilweise nur mit zehn Stundenkilometern. Für beide soll der rund sieben Millionen Euro teure Ausbau etwas bringen. Zunächst hat aber die Wasserversorgung- und Stadtentwässerung-GmbH (WSR) das Sagen, die neue Leitungen und vor allem einen neuen Kanal verlegt. Ein einigermaßen schwieriges Unterfangen, dass auch die lange Streckensperrung für die Linie 4 begründet. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben hofft man, dass die Bahnen zur Adventszeit wieder fahren können – ob das gelingt, ist offen.

Was passiert genau?

Die Straße wird etwas verbreitert – der Grund für die aufschiebenden Anwohnerklagen. Ganz so komfortabel wie an den Landesbühnen Sachsen wird es nicht, aber normalbreite Autos können rechts an der fahrenden Straßenbahn vorbeikommen. Laster schaffen das nicht. Radler erhalten auf der Fahrbahn Schutzstreifen und die Haltestellen „Dr.-Külz-Straße“ und „Zillerstraße“ werden barrierefrei ausgebaut. Die Bauzeit soll bis Mitte 2020 dauern.

Wie geht es an der Baustelle vorbei?

Autofahrer fahren in Richtung Radebeul-Ost am Baufeld vorbei. In Richtung Radebeul-West geht es über die Paradiesstraße und die in letzter Zeit größtenteils instandgesetzte Heinrich-Zille-Straße. Die Straßenbahn muss lange pausieren, was die DVB für weitere Modernisierungen entlang der Strecke nutzen. Das betrifft vor allem die Bahnstromversorgung und den Einbau neuer Oberleitung samt neuer Masten in Radebeul, Coswig und Weinböhla. Die Baukosten werden mit knapp fünf Millionen Euro angegeben.

Und wie geht es nach 2020 weiter?

Auch in anderen Abschnitten ist die Meißner Straße ein Problemfall. Allen voran in Radebeul-Ost zwischen Schillerstraße und Eduard-Bilzstraße. Auch dort gibt es mehrere Langsamfahrstrecken der Straßenbahn, die mit dem Ausbau beseitigt werden sollen. Noch läuft das Planfesstellungsverfahren für den Abschnitt, der Erörterungstermin hat aber schon stattgefunden. Sobald das Baurecht da ist, würde Radebeul dort gern als nächstes weiterbauen, sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Weitere vier Abschnitte befinden sich nach einer generellen Einigung im Stadtrat über Ausbauziele in der Vorplanung.

Und in Zitzschewig?

Für den Abschnitt am Stadtausgang Richtung Coswig ist alles da: Baurecht, Fördergeld und eine WSR, die wegen dringend benötigter Kanalarbeiten auf den Ausbau drängt. Nur eines fehlt: ein Baufenster. „Wir sind inzwischen der Meinung, dass die Umleitungsstrecke, die Mittlere Bergstraße, in derart schlechtem Zustand ist, dass sie zuerst saniert werden müsste“, sagt Wernicke. Wenn alles klappt, soll das bereits im nächsten Jahr passieren. Dann würde, Planfeststellungsbeschluss vorausgesetzt, aber wohl zuerst in Radebeul-Ost gebaut, ehe in Zitschewig die Baumaschinen anrollen. Dort gibt es nämlich noch weitere Probleme: Bis 2020 erneuert die Bahn in unmittelbarer Nachbarschaft die Eisenbahnbrücke über die Dresdner Straße in Coswig, 2021/22 soll die Brücke „Nach der Schiffsmühle“ über die Bahngleise entstehen. Mehrere Großbaustellen an diesem Ort lasse der fehlende Platz aber nicht zu, meint Wernicke. Es bleibt spannend.

Von Uwe Hofmann