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Polizeiticker Toter Migrant in Sachsen gefunden: Mutmaßlicher Schleuser auf der Flucht
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Toter Migrant in Sachsen gefunden: Mutmaßlicher Schleuser auf der Flucht

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15:14 31.10.2021
Symbolbild
Symbolbild Quelle: ROBERT MICHAEL
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Pirna

Im Zusammenhang mit dem toten Flüchtling in einem nahe der polnischen Grenze in Sachsen gestoppten Transporter wurde am Wochenende weiter nach dem mutmaßlichen Schleuser gesucht, auch in dem Nachbarland. „ „Wir hatten noch keinen Erfolg“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Pirna am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Behörden arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung - und täglich kommen Fälle illegaler Einreise dazu.

Umstände des Todes noch unklar

Beamte von Polizei und Bundespolizei hatten am Freitagmorgen nach dem Hinweis auf eine mögliche Schleusung unweit der A4 Görlitz-Dresden mehrere Menschen angetroffen, die gerade aus einem Fahrzeug stiegen. Darin lag ein lebloser Mann, ein Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun. Wann und unter welchen Umständen der gefundene 32-Jährige aus dem Irak starb, ist weiterhin unklar.

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Der mutmaßliche Schleuser war geflüchtet. Bei ihm soll es sich nach Polizeiangaben um einen 42-Jährigen handeln. Der Fahrer eines Begleitautos, ein 48-jähriger, wurde festgenommen und ist weiter in Gewahrsam. In dem Transporter befanden sich nach Angaben der Bundespolizei-Sprecherin insgesamt 22 Frauen und Männer aus dem Irak - anfangs war von rund 30 Personen die Rede. Die Überlebenden sind nach wie vor in Obhut der Behörde. „Die Vernehmungen und Befragungen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft dauern an.“ Die beiden Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, die Spurensicherung am Fundort noch am Freitag abgeschlossen - wie die Suche mit Hubschrauber und Fährtenhund in der Umgebung.

Neuer Fall am Sonntag

Unterdessen wurden am Sonntagmorgen erneut zwei Transporter mit Migranten unweit der polnischen Grenze gestoppt. Bei einer Kontrolle an der Bundesstraße 115 am Stadtrand von Görlitz entdeckten Beamte 23 Iraker, darunter auch Kinder. Der Fahrer des Autos und ein Begleiter flohen zunächst, konnten wenig später aber gefasst werden. Die mutmaßlichen Schleuser, zwei Syrer, wurden festgenommen und ihr Auto beschlagnahmt. Für weitere 15 Migranten endete die Reise bei Ebersbach - ihre Herkunft ist noch unklar.

Von RND/dpa