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Polizeiticker Schleusungen: Irakische Großfamilie in Dresden und 15 Syrer in Pirna ausgesetzt
Region Polizeiticker Schleusungen: Irakische Großfamilie in Dresden und 15 Syrer in Pirna ausgesetzt
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19:37 09.09.2015
Ankunft der Großfamilie aus dem Irak bei der Bundespolizei Dresden. Quelle: Bundespolizei

Insgesamt stellte die Dresdner Bundespolizei in der vergangenen Woche 83 Flüchtlinge ohne Aufenthaltserlaubnis fest.  

Die 20-köpfige Großfamilie aus dem Irak, zu der auch neun Kinder gehören, wurde am Dienstag gegen 6.30 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof aufgegriffen. Sie wurden ersten Ermittlungen zufolge mit zwei Transportern mit ungarischen Kennzeichen in die Stadt gebracht und ausgesetzt. Eine Fahndung nach den Menschenhändlern verlief nach Angaben der Bundespolizei bisher erfolglos. Die Familie befindet sich derzeit in den Räumen der Bundespolizei und wird betreut.  

In Pirna griffen Bundespolizisten ebenfalls am Dienstag 15 syrische Staatsangehörige auf, darunter drei Frauen sowie acht Kinder und Jugendliche. Schleuser hatten die Flüchtlinge vermutlich gegen Mitternacht im Stadtgebiet ausgesetzt. Der genaue Hergang wird ermittelt, die Suche nach den Hintermännern läuft. 

Währenddessen gelang es Bundespolizisten der Inspektion Ludwigsdorf in der Nacht zum Dienstag, zwei Schleusungen zu verhindern. Ein 36-jähriger Russe hatte gegen 21 Uhr versucht, mit dem Auto sechs ebenfalls russische Personen einzuschleusen. Im Fahrgastraum befanden sich neben dem Fahrer zwei Frauen im Alter von 31 und 54 Jahren, ein 33 Jahre alter Mann sowie zwei drei und elf Jahre alte Kinder. Im Kofferraum schlief noch ein acht Jahre altes Kind. Der Fahrer erhielt ein Einreiseverbot und wird nach Polen abgeschoben, die unerlaubt eingereisten Passagiere sind an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben worden.  

Ebenfalls russischer Herkunft sind sechs Personen, die die Bundespolizei am Dienstagmorgen in einem polnischen Hyundai feststellte. Der 27 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen wird derzeit, ebenso wie seine Passagiere, noch vernommen.  

In der vergangenen Woche hat die Bundespolizei Dresden insgesamt 83 illegale Migranten registriert. Die meisten Personen stammen aus Syrien (25) und Afghanistan (20), weitere auch aus der Dominikanischen Republik, Pakistan, Indien, dem Irak und Jemen, Ägypten, Somalia, Sudan, Eritrea, Marokko, Gambia, Ghana und Nigeria. Unter den Flüchtlingen befanden sich acht Minderjährige ohne Begleitung. Diese wurden in die Obhut der Jugendämter in Dresden und Pirna gegeben. Alle Aufgegriffenen stellten Asylanträge.

fs

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