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Polizeiticker Regionalbahn erfasst im Elbtal Ziegenherde
Region Polizeiticker Regionalbahn erfasst im Elbtal Ziegenherde
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07:39 22.10.2018
Reisende warten am Abend des 21. Oktober 2018 auf dem Bahnhof Pirna auf die S-Bahn nach Dresden / Meißen. Quelle: Daniel Förster
Königstein/Kurort Rathen

Eine Herde Ziegen ist am Sonntagabend auf der internationalen Bahnstrecke im Elbtal zwischen Königstein und Kurort Rathen von einem Personenzug erfasst worden. Bei dem Zusammenprall in dem zu Struppen gehörenden Strand wurden sieben Weidetiere und damit die Hälfte der Herde getötet. Der Großteil der Vierbeiner hatte das umzäunte Gehege am Ortseingang Strand nahe dem Elbweg verlassen und war auf die nahen Gleise gelangt, als kurz nach 17.30 Uhr die Regionalbahn RE20 5278 auf dem Weg von Bad Schandau nach Dresden herannahte, teilt die Bundespolizei auf Anfrage mit. Die Gefahrenbremsung, die der Lokführer sofort eingeleitet hatte, konnte nicht verhindern, dass Ziegen am Bahn-Kilometer 31,3 überrollt worden sind. Sechs Tiere waren sofort tot. Eine schwer verletzte Ziege ist später eingeschläfert worden.

Die etwa 200 Reisenden in der Bahn, die auf der freien Strecke mit knapp 100 Stundenkilometern unterwegs war und erst nach etwa 150 Metern zum Stillstand kam, blieben unverletzt. Sie mussten während der Unfallaufnahme und der Beräumung der Unfallstelle für etwa zweieinhalb Stunden im Zug ausharren. Bis 20.05 Uhr war die Bahnstrecke zwischen Kurort Rathen und Bad Schandau für den Zugverkehr in beide Richtungen komplett gesperrt. Am verunglückten Regionalexpress der Deutschen Bahn entstand nach Angaben der Bundespolizei kein großer Schaden. Die anderen zum Teil noch herumstromernden Ziegen wurden von dem aus der Region stammenden und herbeigeeilten Halter wieder eingefangen und zurück ins Gatter gebracht. Der Eigentümer kümmerte sich laut Polizei auch darum, dass die Kadaver der toten Tiere entsorgt wurden.

Die Behörde ermittelt, wie es zum Unfall kommen konnte. Insbesondere geht es dabei um die Frage, warum die Ziegen aus ihrem Gehege ausbüxten und wie sie überhaupt auf die Gleise gelangen konnten. Das will der Ermittlungsdienst der Inspektion Berggießhübel jetzt prüfen.

Wegen dem Zwischenfall auf der Bahnstrecke fiel nach ersten Angaben in dem betroffenen Abschnitt zwischen Bad Schandau / Schöna und Pirna eine S-Bahn aus, hatten 19 Züge, darunter die Mehrzahl S-Bahnen sowie aber auch der Eurocity EC 170 „Carl Maria von WeberPrag - Berlin, Verspätung – insgesamt 1674 Minuten. Außerdem gab es laut Deutscher Bahn neun Teilausfälle von Zügen.

Von Daniel Förster

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