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Polizeiticker Zu Fuß auf der Flucht mit 60 km/h: Polizei erwischt ausgebüxten Emu
Region Polizeiticker Zu Fuß auf der Flucht mit 60 km/h: Polizei erwischt ausgebüxten Emu
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13:09 02.03.2020
Viele Autofahrer hielten an, machten Bilder und Videos, denn so einen Emu sieht man hier in freier Wildbahn nicht so oft. Auch die Beamten der Polizei hielten den Moment fest. Quelle: RocciPix / Rocci Klein
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Ohorn

Beamte der Autobahnpolizei Bautzen staunten am Sonntag nicht schlecht: Direkt am Wildzaun an der A4 unweit von Burkau sichteten die Beamten einen freilaufenden Emu. Am Montag gelang es, das Tier einzufangen. Es handelt sich wohl um eines von bis zu fünf Exemplaren, denen bislang kein Besitzer zugeordnet werden konnte.

Durch eine gute Zusammenarbeit von Presse, dem Tierschutzverein Bischofswerda und der Straußenfarm aus Helmsdorf (bei Stolpen) konnte der Emu gegen 11 Uhr dann erfolgreich eingefangen werden. Quelle: Rocci Klein

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Die Polizeibeamten riefen nach der Sichtung am Sonntag gegen 13:30 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Burkau zur Unterstützung hinzu. Gut ausgerüstet und mit Decken bewaffnet versuchte man den Emu zu umzingeln und einzufangen, jedoch vergeblich. Der exotische Laufvogel erreicht bei Spitzengeschwindigkeiten etwa 60 km/h, keine Chance für die Beamten der Polizei oder Kameraden der Feuerwehr. Der Emu nahm die Beine in die Hand und rannte in Richtung Rauschwitz/Kindisch über ein Feld davon. Woher der Vogel kommt, ist bis jetzt unklar. Es könnte sich auch um ein freilebendes Exemplar aus Brandenburg handeln, da das Tier offensichtlich nicht beringt ist.

Warnung vor Fangversuchen auf eigene Faust

Zwischen 8 und 9 Uhr am Montagmorgen wurden den Polizeirevieren Kamenz sowie Bischofswerda von erneuten Sichtungen des Emus berichtet. An der Luchsenburgstraße, unweit des Ortes Ohorn, wanderte ein Emu an der Straße entlang und klopfte sprichwörtlich alle Fahrzeuge ab. Durch eine gute Zusammenarbeit von Presse, dem Tierschutzverein Bischofswerda und der Straußenfarm aus Helmsdorf bei Stolpen konnte der Emu gegen 11 Uhr dann erfolgreich eingefangen werden. Er wird nun in der Straußenfarm Helmsdorf aufgepäppelt, während man weiter nach dem Besitzer sucht.

Ein Förster hat wohl in der Nähe von Kamenz noch mehr freilaufende Emus gesichtet. Die Suche geht also weiter.

Emu-Pfleger warnen vor Versuchen, die 1,60 Meter großen Tiere eigenhändig einzufangen. Durch seinen extrem spitzen Schnabel und die scharfen Krallen kann der Emu große Verletzungen zufügen, wenn er sich bedroht fühlt. Es ist ratsam, die Polizei hinzuzurufen: 03594 7570 (Polizeirevier Bischofswerda).

Von Rocci Klein