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Polizeiticker Illegaler Handel mit Welpen im Raum Dresden
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Illegaler Handel mit Welpen im Raum Dresden nimmt zu.

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13:38 23.08.2021
Im Raum Dresden nimmt der illegale Handel mit den kleinen Vierbeinern zu.
Im Raum Dresden nimmt der illegale Handel mit den kleinen Vierbeinern zu. Quelle: Thomas Frey
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Dresden

Illegal importierte Hundewelpen können viel Geld einbringen. Das denken sich auch einige Kriminelle, welche momentan schwerpunktmäßig im Raum Dresden agieren. Dabei gehen sie nach einem bestimmten Schema vor.

Auf diversen Kleinanzeigenportalen geben sie sich als Hobbyzüchter aus, die junge Vierbeiner zum Verkauf anbieten. Bei Bestellung bringen sie dann Welpen ohne Papiere über die Grenze. Indem sie diese in Tierarztpraxen mit Erstimpfungen versehen lassen, verpassen sie den Tieren Dokumente. Dadurch erhalten sie neue Pässe und werden mit einem Transponder versehen. So entsteht der Anschein von Legitimität.

Die Täter vereinbaren anschließend Treffen an Parkplätzen oder Raststätten, um die jungen Hunde gegen 1.500 Euro bis 2.500 Euro an ihre neuen Besitzer zu übergeben. Dabei werden die Junghunde oftmals direkt aus dem Kofferraum heraus verkauft. Wenige Tage nach dem Verkauf verschlechtert sich dann der Gesundheitszustand der Welpen. Oftmals sind diese nicht regelmäßig entwurmt, verfügen über Vorerkrankungen und versterben schlimmstenfalls sogar nach kurzer Zeit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betruges.

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Die Polizei hat dazu die Ermittlungsgruppe „Welpen“ ins Leben gerufen. Sie warnt zur Vorsicht. Dubiose Treffpunkte, unbekannte Herkunftsländer und keine Papiere der Elterntiere sind deutliche Warnzeichen. Ein Erwerb über Tierheime oder Zuchtstätten wird empfohlen, vor allem wenn die Mutterhündin noch vor Ort lebt. Seriöse Züchter sorgen sich außerdem um das Wohlergehen der Welpen und üben keinen Druck auf die Käufer aus. Zuletzt sollte im Kaufvertrag immer Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit des Züchters sowie des Käufers vermerkt sein.

Von SP